FESTIVALS DES LICHTS – September 2017
Während die Sonne, diese großartige 'Zeituhr der Himmel', zwischen der Erde und den zwölf Sternbildern dahinzieht, markiert sie den Gang der Erde durch Zeit und Raum. Diesem grandiosen Rhythmus entsprechen die Festivals des Lichts. Sie markieren den Vollmondzeitpunkt, in dem die Sonne in ein neues Sternbild eintritt. Jedes Sternzeichen bringt besondere Aspekte und Qualitäten zum Tragen, die durch ein gründliches Studium der Natur des Sternzeichens verstanden und bestimmt werden können, das auf den jeweiligen Monat einwirkt.
Das geistige Jahr ist in zwei Perioden aufgeteilt, die symbolisch für Geist und Materie stehen. Die Periode, in der die Sonne sich nordwärts bewegt, ist verknüpft mit der Erlangung von größerem Wissen und Licht, 'Der Flug geht aufwärts, in das Geistige'.[1] Die Zeitspanne, in der sie nach Süden reist, dient dazu, das Erlernte in die Praxis umzusetzen, 'Der Sturz führt abwärts, in die Materie'.[2] In ähnlicher Weise unterscheiden wir in jedem Monat zwei Perioden, den zunehmenden und den abnehmenden Mond. Die geistigen Gelegenheiten sind im Zeitpunkt des Vollmonds in einzigartiger Weise verfügbar.
[1] Alice Bailey Der Yoga-Pfad, S. 402 engl.
[2] Alice Bailey ebenda, S. 401 engl.
Drei geistige Feste markieren den Höhepunkt der Vollmondzyklen. Ostern drückt den Liebesaspekt Gottes aus, Wesak zeigt den Willensaspekt und der Junivollmond bringt mit dem Festival des Guten Willens die göttliche Intelligenz, die der Menschheit innewohnt, zum Ausdruck. Der Strom der geistigen Energien ist während dieser Feste besonders wirksam, vor allem wenn er durch Gruppenmeditation angerufen wird, die eine Annäherung an die höheren Welten hervorbringt und zu einem Kanal des Lichts wird, durch den sich diese Energien auf der Erde verankern können.
Die übrigen Vollmonde rufen kleinere Feste hervor, aber sie sind genauso wichtig, denn sie haben mit den göttlichen Eigenschaften und deren Entwicklung innerhalb der Menschheit zu tun.
Der Höhepunkt des geistigen Jahres bringt die Beziehung zwischen den drei großen geistigen Zentren Shamballa, Hierarchie und Menschheit zum Ausdruck und die kleineren Feste bringen die Wechselbeziehung innerhalb des Ganzen zur Geltung. Auf diese Weise begründen die zwölf Feste eine Enthüllung der Göttlichkeit. Jedes von ihnen zeigt eine Art auf, wie 'rechte Beziehungen' bewirkt werden können, Beziehungen des Menschen zum Plan Gottes, seine rechte Orientierung am göttlichen Guten Willen und seine korrekte Mitwirkung an dessen Äußerung. Durch die Festivals des Lichts werden viele Formen von Energie und viele geistige Kräfte ausgelöst, die bis jetzt noch nicht allgemein bekannt sind. Die Basis dieser Energien ist die Liebe, die aus dem Herzen Gottes zur Hierarchie fließt, eine Liebe, die das Dreiecknetzwerk unmittelbar stimuliert und seine Wirksamkeit steigert. Die Vollmondfeste sind deshalb eine zusätzliche Gelegenheit für die Dreieckarbeiter, im Licht zu weben, um das menschliche Bewusstsein zu transformieren und mitzuhelfen, eine Ära des Guten Willens und rechter menschlicher Beziehungen hervorzubringen.