KREATIVITÄT - EIN WEG ZU VERBINDUNG UND GANZHEIT


Janice Garrett, eine preisgekrönte Choreo­grafin und Tanzpädagogin, ist Gründerin und Co-Artistic Director von Garrett + Moulton Productions, deren Programme die Kompetenz der kreativen Künste fördern, um indivi­duelle und kollektive Erfahrungen zu transformieren. Ihre Arbeit möchte die Einheit der Menschheitsfamilie unter­streichen und unsere gemein­same Menschlichkeit feiern.

 

Meiner Präsentation liegt das Verständ­nis zugrunde, dass wir als menschliche Wesen alle Schöpfer sind und eine unbegrenzte Fähigkeit zum Schaffen in uns tragen, um Ideen und Impulse zu verwirklichen, die von unserem Geist durch unsere Vorstellungskraft fließen. Die Lebenskraft, die uns durchströmt, ist von Natur aus grenzenlos schöpfe­risch, und wir alle haben die außerge­wöhn­liche Gabe, diesen schöpferischen Fluss in einer unendlichen Vielfalt von Formen in die Manifestation zu bringen. In dieser besonderen Zeit unserer Evo­lution sind wir eingeladen, auf unsere tiefsten Kreativitätsreserven zuzugrei­fen, um die existenziellen Krisen unse­rer Zeit mit Hilfe des Einheitsbewusst­seins anzugehen, das Jude in ihrer Präsentation so eloquent zum Ausdruck gebracht hat.

Die Arbeit, die ich vorstellen werde, ist eine Arbeit, die ich in Zusammenarbeit mit meinem Kreativ- und Lebenspartner Charles Moulton gemacht habe und in der wir versuchen, die Einheit und Ver­bun­denheit der menschlichen Familie zu erforschen und auszudrücken.

Eine der wichtigsten Modalitäten, mit der wir gearbeitet haben, ist eine thea­tra­lische Form, die wir Bewegungschor nennen. Der Bewegungschor ist eine Gruppe von Tänzern, die ähnlich wie der traditionelle griechische Chor, einen einheitlichen kollektiven Körper bilden, der die Handlung in der choreogra­fischen Arbeit kommuniziert und ver­stärkt. Er spiegelt das Gefühl einer gemeinsamen menschlichen Erfahrung wider, das sowohl das Irdische als auch das Ätherische verkörpert, und er kann ein breites Spektrum an Erfahrungen ver­mitteln, das von einem sehr geerde­ten körperlichen Gemeinschafts­ge­fühl bis hin zu den unsichtbaren Kräften reicht, die unser Leben durch­dringen und bewegen.

[Zwei Videos wurden gezeigt.] Das erste Video stammt aus einem abend­füllenden Stück zu Pergolesis Stabat Mater. Wir haben diese Musik wegen ihrer überwältigend schönen Artikula­tion von Schmerz und Trauer und auch wegen der Botschaft der Transforma­tion, die ihr zugrunde liegt und sie durchdringt, ausgewählt. Die Musik und die Choreografie vermitteln das Ver­ständ­nis, dass aus den Tiefen der Trauer und der inneren Dunkelheit das Licht wieder auferstehen kann.
Der nächste Auszug stammt von mei­nem Arbeitspartner Charlie Moul­ton, der Aspekte unserer Bewegungschor­arbeit mit seinem einzigartigen Ball Passing-Stück verwebt. Ball Passing ist eine symbolträchtige postmoderne Tanz­arbeit, in der der einfache Akt des Weiterreichens eines Nerf-Balls zu einem Modell für Kooperation und einer Metapher für die gegenseitige Abhän­gig­keit und Verbundenheit der mensch­lichen Familie wird. Sowohl die Teil­nehmer als auch das Publikum sollen durch die Freude am gemeinsamen Unterfangen beflügelt, vereint und inspiriert werden.

Insgesamt glaube ich, dass wir an einem Punkt in der Geschichte stehen, an dem wir aufgefordert sind, unsere kreativen Impulse auf eine höhere Ordnung aus­zurichten. Als Übermittler von Licht haben wir eine unendliche Fähigkeit, Türen zu neuen Paradigmen zu öffnen und uns an gemeinsamen Unternehmun­gen zu beteiligen, die die Schönheit, die Komplexität, die gegenseitige Abhän­gig­keit und die Verbundenheit unserer Existenz verkörpern.  §


Video und transkript
Weltweiter Guter Wille - Newsletter Nr. 3 2022 – Auf der Suche nach einer neuen Kultur

Bleiben Sie in Verbindung

Weltweiter Guter Wille in Sozialen Medien