Sedarius Tekara Perrotta ist Mitbegründer und CEO des Wissenstechnologieunternehmens Shelf und verfügt über 12 Jahre praktische Erfahrung im Bereich KI. Als ehemaliger Freiwilliger des US-Friedenskorps und Mentor des Founders Institute hat er über die Verantwortung, die Herausforderungen und die zukünftigen Möglichkeiten der KI gesprochen und geschrieben.
KI kann zwar beängstigend sein, aber die Tatsache ist, dass sie von uns entwickelt wurde. Wir schaffen Modelle, die KI steuern, und diese Modelle sind nicht etwas außerhalb von uns. Sie kontrollieren nicht die Welt. Es liegt also in unserer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass diejenigen, die die Modelle entwickeln, auch zur Rechenschaft gezogen werden.
Seit dem Aufkommen der Schrift gibt es eine Dynamik, die die Entwicklung von Technologien vorantreibt, die unsere Fähigkeit zu denken, zu erfinden, zu erschaffen, zu kommunizieren und kollektiv zu manifestieren verbessern. KI ist Teil dieser Dynamik und sie ist das Ergebnis einer Konvergenz von Technologien, von Beschleunigung und von Veränderung.
Gegenwärtig treiben fünf Makrotrends die Entwicklung der Technologie voran. Jeder Trend baut auf dem anderen auf, und sie alle befinden sich in einer Bewegung, die sich beschleunigt. Da sie sehr dezentralisiert sind, entziehen sie sich zum jetzigen Zeitpunkt der Kontrolle durch einen einzelnen Menschen.
Erstens: Die Entwicklung von Computern, die vor 5000 Jahren mit dem Abakus begann, hat sich in den letzten Jahrzehnten durch die Entwicklung des Mikrochips sehr rasant beschleunigt. Dieser physische Gegenstand ist der Grundbaustein, auf dem alle digitalen Geräte, Daten und KI aufgebaut sind.
Zweitens: Die Entwicklung der Cloud hat die KI zu der sich am schnellsten verbreitenden Technologie in der Geschichte der Menschheit gemacht. Bevor die Cloud-Hardware für größere Projekte eingesetzt wurde, dauerte die Einrichtung der Systeme Wochen und kostete Zehntausende von Dollar. Jetzt kann auf jede Art von Rechenressource sofort zugegriffen werden, und das schneller, zu viel geringeren Kosten und in großem Maßstab.
Drittens: Die Cloud hat zu globaler Konnektivität und zur Beschleunigung mobiler und vernetzter Geräte geführt, einschließlich drahtloser tragbarer Fitbit-Geräte.
Viertens: All diese Geräte erzeugen Unmengen von Daten. Da die Datenmenge exponentiell ansteigt und die Zahl der Länder, die diese Daten produzieren, zunimmt, entdecken wir neue Muster und erkennen Zusammenhänge in den Daten.
Fünftens: Eine exponentiell steigende Rechenleistung, eine exponentiell steigende Anzahl von Geräten und exponentiell steigende Datenmengen, die wir verarbeiten, in denen wir Muster erkennen und die wir auf neue Weise verstehen können, haben zu dem geführt, was wir heute als KI bezeichnen: das breite Spektrum „intelligenter“ Verhaltensweisen, die modelliert und aus Daten abgeleitet werden.
2023 war das Jahr des Durchbruchs, in dem diese Trends die Schwelle der Erschwinglichkeit und der Akzeptanz überschritten haben und die Modelle der generativen KI der menschlichen Leistung beim Schreiben, Rechnen, der sensorischen Wahrnehmung usw. zum ersten Mal nahe kamen. In Abwandlung eines Zitats von Steve Jobs können wir sagen: Wenn ein Computer ein „Fahrrad für unseren Verstand“ ist, dann ist die KI das Äquivalent eines Überschalljets.
Video : https://bit.ly/3v2UB3q