
Der Klimawandel entwickelt sich – in den Köpfen der Menschen und ihrer führenden Politiker gleichermaßen - langsam zur entscheidenden globalen Herausforderung, die die Menschheit dringend und gemeinsam angehen und - bis zu einem gewissen Grad - lösen muss, bevor wir unsere anderen sozioökonomischen und politischen Probleme vollständig lösen können.
Der Zusammenhang zwischen dem Gleichgewicht des Klimas und dem Überleben sowie die Einsicht, dass Leben immer vorausgeht und jede Aktivität erst ermöglicht, machen deutlich, wie grundlegend dieses Thema ist. Es ist in seinen Auswirkungen wirklich weltumfassend und betrifft den Planeten und alles und jeden auf ihm, wobei die Menschheit sowohl als Hauptverursacher als auch als Erlöser auftritt.
Dieser Newsletter möchte zu weiteren Recherchen anregen, die Aufmerksamkeit auf bereits unternommene bemerkenswerte Bemühungen lenken, zu kreativem Denken rund um das Thema inspirieren und hoffentlich zu richtigem Handeln im Geiste des guten Willens führen.
Klimawandel, traditionelles Wissen und der Übergang in das Wassermann-Zeitalter
Es ist sicherlich bezeichnend, dass der Klimawandel eines der, wenn nicht sogar das wichtigste existenzielle Thema ist, das die nationalen und internationalen Gespräche beherrscht und das kollektive Gefühl für die Zukunft formt und bestimmt.
Aus esoterischer Sicht spiegelt die gegenwärtige Krise der globalen Erwärmung und der extremen Wetterereignisse eine Krise im Klima des Denkens wider. Die Kultur des Materialismus hat eine gefährliche Überhitzung der Wunschnatur hervorgebracht. Tief verwurzelte Gedankenformen über die Trennung der Menschheit von der natürlichen Welt und die Herrschaft über sie machen es den Nationen und Völkern schwer, zum Wohle allen Lebens zu handeln. In diesem Sinne ist die Klimakrise Ausdruck einer spirituellen Krise. Die weit verbreitete Erkenntnis, dass die globale Erwärmung lebensbedrohliche Katastrophen hervorruft, insbesondere für gefährdete Bevölkerungsgruppen, verbindet sich mit einem wachsenden Durst nach Erkenntnissen über Ganzheitlichkeit und gegenseitige Abhängigkeit aus den alten Weisheitslehren und von interdisziplinären Denkern. Und so kommt es, dass immer mehr Menschen als Einzelne, als Gemeinschaften und Nationen und als gesamte Menschheit Entscheidungen treffen, um ihre Wünsche auf eine Weise zu lenken, die sich schließlich in einer Kultur des ausgewogenen Denkens und Lebens manifestieren wird. (1). Doch ohne weitere Enthüllungen und neue wissenschaftliche Entdeckungen braucht dies alles Zeit, ja Generationen, um sich zu entwickeln!
Der Weltweite Gute Wille sieht tiefgreifende Veränderungen in den subtilen Energien des planetarischen Lebens als Hauptursache für die derzeitige Klimakrise. Diese Veränderungen werden als Triebkräfte einer evolutionären Dynamik beschrieben (die Verwirklichung eines Großen Entwurfs oder Plans im Denken Gottes), die sich zum Teil aus einem neuen Gleichgewicht der planetarischen Energiezentren und zum Teil aus der Beziehung der Erde zu anderen Himmelskörpern ergibt. (2).
Vor allem aber will der Weltweite Gute Wille die Auswirkungen dieser Veränderungen auf das menschliche Bewusstsein hervorheben und die vielen Möglichkeiten aufzeigen, wie die menschliche Intelligenz und Kreativität auf Krisen wie die Klimakrise reagiert. Als Reaktion auf den Klimawandel erwacht langsam der Wille zur Zusammenarbeit zum Wohle des Ganzen sowohl bei den Menschen, als auch bei den Institutionen und den nationalen und globalen Regierungen. In diesem Sinne scheint der wissenschaftliche Konsens darüber, dass die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen den Klimawandel vorantreiben, ein klares Bekenntnis der Menschheit zu ihrer Pflicht widerzuspiegeln, die verschmutzten und überholten wirtschaftlichen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die auf Ideen der Trennung beruhen, zu bereinigen und zu verändern.
Ein Zeichen für die Überschneidung von Klimawandelpolitik und einer Metaphysik, die die Heiligkeit des Lebens bekräftigt, findet sich in der lokalen und nationalen Regierungspolitik, die sich auf das überlieferte Wissen der indigenen und lokalen ländlichen Gemeinschaften stützt. In einem Artikel im International Journal of Modern Anthropology schr
eibt Professor Mokua Ombati über die afrikanische Tradition von Gebeten und begleitenden Ritualen zur Beschwörung des Regens und zitiert einen bedeutenden Text über afrikanische Religionen und Philosophie, in dem es heißt, dass nach dem Verständnis der Völker Afrikas „nur Gott Regen machen oder hervorbringen kann“. Auf der Grundlage dieser Tradition wurde in Kenia ein hybrides Wetterinformationssystem entwickelt, bei dem Forschungsinstitute, Universitäten und die meteorologische Abteilung der Regierung mit weithin anerkannten Regenmachern einer Stammesgemeinschaft im Westen des Landes zusammenarbeiten.
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"Die Nganyi Regenmacher haben die Wissenschaft des Regen machens perfektioniert, die sie seit langem anwenden, um die lokalen Gemeinschaften dabei zu beraten,
wann und was sie auf der Grundlage der Wetter verhältnisse pflanzen sollten. Bei der Zusammenarbeit zwischen modernen Wissenschaftlern und den Nganyi Regen machern werden indigene und konventionelle Wettervorhersagen in einem Modell kombiniert, das das Wissen des jeweils anderen einbezieht." [3].
Ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass Erkenntnisse aus heiligen Traditionen, die von indigenen Völkern bewahrt werden, zu Klimadiskussionen und zu einer ausgewogeneren Reaktion auf die Zunahme extremer Wetterereignisse beitragen, findet sich beim Schutz der biologischen Vielfalt. Eine wachsende Zahl von Wissenschaftlern, Experten und politischen Entscheidungsträgern ist daran beteiligt. Das spiegelt sich auch in der Task Force on Indigenous and Local Knowledge Systems bei der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) wider. Fikret Berkes vom Natural Resources Institute an der Universität von Manitoba, Kanada, stellt fest, dass indigenes und lokales Wissen „nicht in Konkurrenz zur Wissenschaft steht. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, Verbindungen zwischen den beiden Arten von Wissen herzustellen und [durch das gemeinsame Schaffen von Wissen] ein besseres Verständnis zu erreichen, als es eine der beiden Arten allein könnte." [4].
Die Herausforderungen des Klimawandels brin-gen das menschliche Denken und Planen in Bewegung, werden zu einem zentralen Thema in der nationalen und internationalen Politik und greifen in alle Tätigkeitsbereiche ein. Sie stellen so etwas wie einen Stress-test dar, der die Qualität unserer Reak-tion als Spezies auf die einströmenden Wassermann-Energien prüft - nämlich die Grundsätze des Teilens, der Brüder-lichkeit und der Zusammenarbeit. §
KLIMA UND GUTER WILLE KK
KK ist ein Berater für Nachhaltigkeit mit über 17 Jahren Erfahrung in Fragen der Umweltpolitik und -praxis.
Im Februar 2021 ernannte die Exekutivsekretärin von UN Climate Change, Patricia Espinosa, das Beethoven Orchester Bonn zum ersten UN-Goodwill Botschafter für den Klimawandel. [1].
UN Climate Change ist die größte von mehr als 20 Organisationen der Vereinten Nationen in Bonn. Diese Ernennung unterstreicht die Notwendigkeit, die Menschen zu positivem Handeln zu motivieren, um das Klimagleichgewicht wiederherzustellen. Das Klima hat sich verändert, es verändert sich, und es wird sich weiter verändern. Selbst wenn wir alle vom Menschen verursachten Kohlenstoffemissionen sofort stoppen könnten, würde sich das Klima weiter verändern, da die vom Menschen verursachten Kohlenstoffemissionen den Kohlenstoffkreislauf der Erde in einer Weise verzerrt haben, die im Laufe der Zeit zu kumulativen Folgen führt. Vereinfacht gesagt: Wenn eine Person jahrelang geraucht hat, sind die Lungen voll von Teer, und dieser hört nicht auf, negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu haben, selbst wenn die Person heute zu rauchen aufhört.
Wenn sich das Klima der Erde verändert, führt dies zu einer Störung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme, und es entstehen sowohl chronische als auch akute physische und transformatorische Risiken. Dies betrifft alle Lebensformen, insbesondere die Menschheit mit ihren komplexen sozialen Strukturen und voneinander abhängigen Volkswirtschaften.
Es ist ein Wandel zum Schlechteren, der aber auch Chancen zum Besseren mit sich bringt. Es ist ein systemischer Wandel, ein Dominoeffekt, und dies erfordert eine systemische Gegensteuerung und Anpassung seitens der Menschheit. Ein systemischer Wandel erfordert Verständnis für das System, aber vor allem erfordert er einen systemischen guten Willen.
Der Klimawandel ist ein globales Thema mit lokalen Auswirkungen. Ähnlich wie die jüngste Pandemie löst er ein Gefühl der Zugehörigkeit aus. Zugehörigkeit zu etwas, das größer ist als wir selbst, als unsere Verwandtschaft, unser soziales Netzwerk, unsere Nachbarschaft oder unsere lokale Gemeinschaft. Während der Pandemie konnte man, egal wo man war, nachempfinden, was die ganze Menschheit durchmachte. Mit dem Klimawandel steht die Menschheit vor einem ähnlichen und noch schwerwiegenderen globalen Problem. Dies erfordert, dass wir alle mit gutem Willen zusammenkommen, um es zu lösen.
Guter Wille auf der persönlichen Ebene ist uns allen mehr oder weniger vertraut. Er bedeutet Vertrauen oder die Bereitschaft, die Extrameile zu gehen, um jemandem zu helfen oder ein Problem zu lösen, ohne dass dies zwangsläufig einen zusätzlichen Gewinn bedeutet. Der systemische gute Wille ist dem vergleichbar, allerdings in einem größeren Maßstab. Der Goodwill ist in der Finanzwelt ein immaterieller Vermögenswert, der den Wert eines Unternehmens steigert. Er basiert auf Faktoren, die sich nicht so einfach quantifizieren lassen, wie beispielsweise die guten Kundenbeziehungen, der gute Name oder die Marke eines Unternehmens.
Wenn eine Person oder eine Organisation eine nachhaltige, ethische Alternative wählt und beschließt, die zusätzlichen Kosten zu tragen oder die zusätzlichen Anstrengungen zu unternehmen, um sie zu unterstützen, dann gibt sie ein Beispiel für systemischen guten Willen. Die Entscheidung löst eine Kettenreaktion aus, die viele Leben beeinflusst und eine neue Kultur schafft. Der Unterschied besteht darin, dass in dieser neuen Kultur der nötige Raum vorhanden ist, um den Wert immaterieller Werte, wie beispielsweise des guten Willens, zu schätzen und zu erkennen, wie wichtig sie sind, um unsere Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. §
1. UN Climate Change, ‘Beethoven Orchestra Bonn Designated First UN Climate Change Goodwill Ambassador’ https://bit.ly/3At4ho7
Halsentzündung – Entzündung der Welt!
Es gibt mehrere Ursachen für die globale Erwärmung und den Klimawandel, den wir derzeit in der Welt beobachten. Dabei gibt es die offensichtlichen äußeren Ursachen wie die Treibhausgasemissionen, aber es gibt auch innere Ursachen, die ebenfalls beachtet werden müssen.
Eine davon lässt sich anhand einer interessanten Analogie zur Ökologie des menschlichen Rachens veranschaulichen. In einem gesunden Zustand ist der Rachen von einer Mischung aus Bakterien, Pilzen und Viren besiedelt, die in einem Gleichgewicht leben und das reibungslose und gesunde Funktionieren dieses wichtigen Organs des menschlichen Körpers gewährleisten. Eines der wichtigsten davon ist das Streptokokken-Bakterium. Wenn sich die Kolonien dieser Bakterien jedoch unkontrolliert vermehren, kommt es zu einer Art Infektion wie Hals- oder Mandelentzündung. Die in diesem Fall freigesetzten Giftstoffe führen dazu, dass der Körper eine höhere Temperatur als üblich erzeugt, wodurch die Streptokokken auf das richtige Maß reduziert werden, was zur Wiederherstellung der Gesundheit führt.
Stellen wir uns nun vor, dass die Menschheit eine analoge globale Position als planetarische Streptokokken-Kolonie einnimmt. Wir vermehren uns unkontrolliert, und unsere giftigen Treibhausgasemissionen und die allgemeine Verschmutzung der globalen Biosphäre tragen dazu bei, dass sich die Erde erwärmt, denn es ist diese steigende Temperatur, die die Zahl der Menschen unweigerlich - und tragischerweise - auf eine Größe reduzieren wird, die mit den Bedürfnissen der Erde in Einklang steht. Das heißt, wenn wir es nicht vorher durch einen katastrophalen 3. Weltkrieg auf der physischen Ebene tun.
Muss das so sein? Mit Sicherheit nicht, wenn - und das ist ein sehr großes WENN - die Menschheit als Ganzes kollektive Abhilfemaßnahmen ergreift. Vieles ist bereits im Gange, z. B. die Umstellung auf Elektroautos und die gleichzeitige Dekarbonisierung der Stromerzeugung sowie die Umstellung auf eine biologisch verträglichere Form der Landwirtschaft. Diese beiden Sektoren der Weltwirtschaft, der Verkehr und die industrielle Nahrungsmittelproduktion, verursachen zusammen direkt etwa 34 % der weltweiten Treibhausgasemissionen und indirekt noch viel mehr.
Aber hinter dieser Notwendigkeit eines radikalen Wandels in Bezug auf unsere physische Nutzung des Planeten und unsere Ansprüche an seine Ressourcen steht eine andere - sehr viel stärker geistig geprägte und daher vorrangige - Notwendigkeit. Es ist die Notwendigkeit, in der Menschheit als Ganzes einen tiefen Geist der kooperativen Verantwortung zu fördern. Viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind bereits dabei, den Egoismus durch die Werte der Seele - Großzügigkeit, Freundlichkeit, Liebe - zu ersetzen.
Aber die Nationen und Regierungen hinken weit hinterher. Wir müssen den nationalen Egoismus in einen Dienst an der Welt umwandeln. Wir müssen nationale Grenzen - diese großen Symbole der Angst und des Gefühls der Getrenntheit - umwandeln und sie durch Brücken des Verständnisses und der Hoffnung ersetzen. Dann ist der Boden für uns alle bereitet, um mit einer gemeinsamen Vision zusammenzuarbeiten und der planetarischen Biosphäre, von der wir als physische Wesen ein integraler Teil sind, neues Leben und Heilung zu bringen.
Weltweit erkennen sehr viele Menschen und Gruppen den Ernst und die Dringlichkeit der gegenwärtigen Situation. Eine bedeutende Anzahl an Politikern und Regierungsbeamten ist s
ich ebenfalls des Ernstes der Lage bewusst, aber die meisten von ihnen scheinen sich damit zu begnügen, das Problem auf die lange Bank zu schieben, weil wirtschaftliche, beschäftigungspolitische und wahltaktische Interessen Vorrang vor diesem Problem haben. Wir müssen uns jedoch daran erinnern, dass wir nicht nur eine lästige Bakterienkolonie sind.
Aber hinter dieser Notwendigkeit eines radikalen Wandels in Bezug auf unsere physische Nutzung des Planeten und unsere Ansprüche an seine Ressourcen steht eine andere - sehr viel stärker geistig geprägte und daher vorrangige - Notwendigkeit.
Die Menschheit ist auch das planetarische Energiezentrum der Schöpfung. Wir sind kollektiv die miteinander verbundenen Zellen, die das planetarische Gehirn bilden, das in Wirklichkeit das Bewusstsein unseres planetarischen Lebens auf der physischen Ebene und im gesamten Pflanzen-, Tier- und Mineralreich der Natur verankert. Gemeinsam können wir uns dafür entscheiden, auf die Impulse der planetarischen Seele zu reagieren, auf die Ideen und Ideale, für die Sie, wie jeder von uns in unserem unendlich kleinen Maßstab, in die Inkarnation gekommen sind.
Der Klimawandel, wie auch immer wir ihn verstehen mögen, führt der Welt vor Augen, dass große Veränderungen notwendig sind, und dies bringt vielfältige Vorstellungen von einem möglichen Ausweg aus der Sackgasse, in der wir uns derzeit befinden, hervor. In diesem Sinne kann die Erwärmung des Klimas auch als ein Bild für ein höheres Feuer der Kreativität gesehen werden, das vielfältige Ansätze für nachhaltige und regenerative Lebensweisen auf der Erde beflügelt.
In der Menschheit entsteht ein systemischer guter Wille, der „das Beste für alle“ fordert und zu der Einsicht führt, dass Glück aus guten zwischenmenschlichen Beziehungen entsteht und nicht aus der Vergötterung und dem Besitz von Dingen. In so vielen verschiedenen Bereichen (UN-Organisationen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, nationale und lokale Regierungen) zeichnet sich eine Vision tragfähiger politischer und wirtschaftlicher Systeme ab, die darauf beruhen, „einfach zu leben, damit andere einfach leben können“, und die gleichzeitig aber auch dem Forschergeist und der Kreativität freien Lauf lassen. §
Auf dem Weg zum Klima-Gleichgewicht
Einer der Begriffe, die mit dem Ideal des Gleichgewichts in lebenden Organismen verbunden sind, ist der der Homöostase. Sie besagt, dass es in lebenden Systemen einen bestimmten, optimalen inneren Zustand gibt, der ihr optimales Funktionieren ermöglicht, und dass der Organismus versuchen sollte, zu diesem Zustand zurückzukehren, wenn er in irgendeiner Weise von ihm abweicht. [1].
Homöostase ist ein Konzept aus dem 19. Jahrhundert, obwohl der Begriff erst Mitte des 20. Jahrhunderts geprägt wurde. Er wird immer noch häufig verwendet, aber seine Bedeutung hat sich zu dem verlagert, was genauer als Allostase oder adaptive Homöostase (2,3) bezeichnet wird, da man anerkennt, dass Veränderungen für lebende Organismen natürlich sind. Daher ist eine fortwährende Störung und Wiederherstellung des internen Gleichgewichts eine realistischere Art, die systemische Gesundheit zu betrachten. Aus dieser Perspektive ist das Gleichgewicht eher ein dynamisches als ein statisches Konzept.
Aus dieser Perspektive ist das Gleichgewicht eher ein dynamisches als ein statisches Konzept. Aus diesem Grund verschieben sich die genauen Punkte des Gleichgewichts und der Ausgewogenheit ständig und hängen von vielen Faktoren ab, wie z. B. von den Umweltbedingungen, dem Zweck eines Organismus in dieser Umwelt, seinen daraus folgenden absichtlichen Handlungen und anderem.
Eines der Worte, die in der Diskussion über den globalen Umgang mit dem Klimawandel häufig fallen, ist „ganzheitlich“ (4). Wie richtig dies auch sein mag, eine solch vage Richtlinie kann nicht wirksam angewandt werden, ohne mehrere „Ganzheiten“ innerhalb des größeren „Ganzen“ zu bestimmen – ob individuell, kommunal, global, planetarisch oder das Sonnensystem selbst. Die Bestimmung des Ganzen, innerhalb dessen ein „ganzheitlicher“ Ansatz versucht, Ungleichgewichte auszugleichen, ermöglicht die Identifizierung der verschiedenen Verursacher des Ungleichgewichts. Sobald sie identifiziert sind, können ihre Symptome neutralisiert und mit der Zeit die zugrunde liegende Ursache beseitigt werden.
Ein weiteres Wort, das in der Klimadiskussion häufig auftaucht, ist das der „biologischen Vielfalt“ und das Drängen, diese als Mittel zur Förderung der Nachhaltigkeit zu erhalten. Die kulturelle Vielfalt ist ein weiteres Mittel, um das gleiche Ziel zu erreichen. Mit der Forderung nach einem „ganzheitlichen“ Ansatz und einer „globalen“ Antwort, um die Erhaltung der „Vielfalt“ auf biologischer oder kultureller Ebene zu erleichtern, tauchen in der Klimadiskussion zwei Pole auf: der Pol der Singularität im Streben nach Ganzheitlichkeit und Globalität und der Pol der Pluralität im Bemühen um die Erhaltung und Sicherung der biologischen oder kulturellen Vielfalt.
In dieser Zeit ist die Menschheit aufgerufen, die Rolle des synthetisierenden dritten Faktors (5,6) zu übernehmen und eine Antwort zu finden, die flexibel g
enug ist, um auf die sehr unterschiedlichen Umstände auf dem Planeten zu reagieren, und die in ihrer allgemeinen Zielsetzung spezifisch genug ist, um die Prioritäten klar herauszuarbeiten und die Entscheidungsfindung unter diesen unterschiedlichen Bedingungen zu erleichtern.
Es ist erwähnenswert, dass die konkurrierenden Kräfte - und aus okkulter Perspektive ist jeder Konflikt oder jedes Ungleichgewicht, das auf der mentalen, emotionalen oder physischen Ebene auftritt, Ausdruck solcher Kräfte -, die am Klimagleichgewicht beteiligt sind, auf verschiedene Weise harmonisiert werden könnten, wobei einige davon mehr Energie benötigen oder schmerzhafter sind als andere. Das Vorhandensein eines einzigen Ziels für die Menschheit bietet jedoch die Möglichkeit, die Energie des guten Willens mit dem ihr innewohnenden vereinigenden und harmonisierenden Potenzial zu nutzen. Dies wird zunehmend möglich, da immer mehr Menschen das Klimagleichgewicht als das globale Problem unserer Zeit anerkennen. Das einzige Ziel, Nachhaltigkeit zu schaffen, indem die Aktivitäten der Menschheit auf dem Planeten, d.h. ihre Beziehung zum tierischen, pflanzlichen und mineralischen Leben, wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, kann als Leuchtturm dienen, der die Aktivitäten lenkt und den guten Willen fördert. Das Vorhandensein des guten Willens ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn sowohl auf globaler als auch auf lokaler Ebene über Methoden entschieden werden muss.
Der vielleicht schwierigste Aspekt bei der Entscheidung, welche Maßnahme zu ergreifen ist, besteht darin, sich zu vergewissern, dass der Punkt des Gleichgewichts, den man anstrebt, und die zu seiner Erreichung gewählte Methode tatsächlich die richtigen sind. Die Antwort geht über Daten und Verfahren hinaus und hängt davon ab, inwieweit der Mensch selbst - der synthetisierende Akteur - moralisch und geistig gesund und daher in der Lage ist, gesunde Entscheidungen zu treffen (7). Als Mitglieder der Menschheitsfamilie liegt es in der Verantwortung eines jeden von uns, unseren moralischen und geistigen Zustand mit den uns zur Verfügung stehenden – esoterischen und exoterischen - Mitteln zu entwickeln, zu kultivieren, zu prüfen und erneut zu prüfen. Dann wissen wir, dass wir das Gewicht unserer Überzeugung für eine Vorgehensweise einsetzen, die dem Wohl des Ganzen dient, und nicht für eine Version des „Guten“, die ein persönliches Gefühl der Bequemlichkeit und Zufriedenheit sichert oder ein persönliches Gefühl des Unbehagens und der Unzufriedenheit zu beenden verspricht. Es geht darum, guten Willen zu praktizieren oder guten Willen in den Welten des täglichen Lebens zum Ausdruck zu bringen, und es ist das Opfer, das erforderlich ist. Es gibt kein Leben für das Geringere, wenn das Höhere, von dem es ein Teil ist, zugrunde geht. §
- A. Burke, M.C. Peros, C.D. Wren et all, The archaeology of climate change: The case for cultural diversity, Proceedings of the National Academy of Sciences, (2021) 118 (30)
- K. J. A. Davies, Adaptive Homeostasis, Molecular Aspects of Medicine (2016) 49:1-7,
- P. Mason, Homeostasis v Allostasis, University of Chicago online.
- https://youtu.be/wcliBV3-WaE Siehe auch: Homeostasis, Cognito
- https://youtu.be/XMsJ-3qRVJM
- Siehe z.B.: Closing panel of 2022 Stockholm Forum on Peace and Development on ‘Climate security and development beyond the Stockholm Forum
- Alice Bailey, Eine Abhandlung über Kosmisches Feuer, 1212-1216
- Alice Bailey, Esoterische Psychologie I, 262
- Wie oben, 343, 70, 205
UN Climate Change
UN Climate Change (United Nations Framework Convention on Climate Change) ist die Einrichtung der Vereinten Nationen, die die Aufgabe hat, die globale Reaktion auf die Bedrohung durch den Klimawandel zu unterstützen. Am Rahmenübereinkommen haben sich nahezu alle Länder beteiligt (197 Vertragspartner).
UN Climate Change konzentrierte sich in den ersten Jahren vor allem darauf, die zwischenstaatlichen Verhandlungen über den Klimawandel zu erleichtern. Heute unterstützt sie eine komplexe Struktur von Gremien, die dazu dienen, die Umsetzung des Rahmenübereinkommens, des Kyoto-Protokolls und des Pariser Abkommens voranzutreiben.
Mehr unter: https://unfccc.int/
AFRIKA – Regionale Klima-Wochen 2022
29. Aug. – 02. Sep.
Die Klimawochen wurden 2021 als Teil eines historischen Jahres für den globalen Klimaschutz ins Leben gerufen, in dem wir entweder die Ziele von Paris aus den Augen verlieren oder mit der Umsetzung des Pariser Abkommens beginnen würden. Es erwies sich als ein Jahr starker regionaler Zusammenarbeit, in dem diese virtuellen Veranstaltungen mehr als 12.000 Teilnehmer zu Diskussionen über die Förderung des Klimaschutzes zusammenbrachten.
Im Jahr 2022 werden die regionalen Klimawochen mit der Afrikanischen Klimawoche 2022 fortgesetzt, die vom 28. August bis zum 2. September in Libreville, Gabun, stattfindet.
Mehr unter: https://unfccc.int/ACW2022
FORUM DES WELTWEITEN GUTEN WILLENS
Genf – London – New York
Das diesjährige Seminar Weltweiter Guter Wille findet am 29. Oktober, in der Zeit nach dem Skorpion-Neumond, statt. Es steht unter dem Motto: Auf der Suche nach einer neuen Kultur: Perspektiven für Menschliches Erblühen und widmet sich der Frage, wie die zahlreichen Erkenntnisse und Veränderungen der letzten Jahre als eine neue Kultur Gestalt annehmen können, die das Beste der Vergangenheit bewahrt, die besseren Qualitäten der Menschheit zum Ausdruck bringt und Raum für eine Zukunft in größerer Einigkeit schafft.
„Die Erzieher ... müssen sich auf eine Wiederbelebung aller Künste und auf ein neues und freies Fließen des schöpferischen Geistes im Menschen vorbereiten. Sie müssen den großen Momenten der Menschheitsgeschichte, in denen die Göttlichkeit des Menschen aufflammte und neue Wege des Denkens, neue Formen des menschlichen Planens aufzeigte und so die Entwicklung der menschlichen Belange für alle Zeiten veränderte, eine nachdrückliche Bedeutung einräumen. Diese Momente haben die Magna Charta hervorgebracht; sie haben durch die Französische Revolution den Begriffen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit Nachdruck verliehen; sie haben die amerikanische Bill of Rights begründet und uns auf hoher See in unserer Zeit [1954] die Atlantik-Charta und die Vier Freiheiten geschenkt. Dies sind die großen Konzepte, die das neue Zeitalter mit seiner entstehenden Zivilisation und seiner künftigen Kultur leiten müssen.“ A. Bailey §