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ABSCHNITT C - DER ÄTHERISCHE KÖRPER und PRANA - Teil 2

Die Fussnoten des Buches sind als Pdf integriert. Klicken Sie auf die Nummern, z.B. : [*C45]. .......usw. 

Aus der Gesamtheit der bisher nur kurz besprochenen Tatsachen treten zwei grundlegende Wahrheiten klar hervor:

Erstens. Die [101] vierte ätherische Unterebene der physischen

Ebene ist von unmittelbarer Wichtigkeit für

a. den Menschen, den Mikrokosmos;

b. den Himmlischen Menschen, den planetarischen Logos;

c. den Erhabenen Herrn der Himmel, den Sonnenlogos.

Zweitens. In dieser vierten Kette und vierten Runde beginnt man allmählich mit der Untersuchung des vierten Äthers; und wenn man ihn als ein trennendes Gewebe ansieht, gestattet er gelegentlich denjenigen, die eine angemessene Schwingung besitzen, den Austritt.

3. Er übermittelt Prana.

Wir haben das Thema des Feuers nur kurz besprochen und festgestellt, dass der ätherische Körper den Zweck hat, es allen Teilen seines Systems zuzuführen und zuzuteilen. Wir sind auf Tatsachen eingegangen, die das Interesse an diesem pranischen Träger erwecken und dessen Nützlichkeit betonen könnten. Beim Studium dieses statischen Rings und seiner kreisenden Feuer müssen gewisse Tatsachen betont und in Betracht gezogen werden. Im Interesse der Klarheit möchte ich deshalb kurz wiederholen:

Das System empfängt Prana aus kosmischen Quellen auf dem Weg über drei Zentren und sorgt für dessen Weiterverteilung an alle Teile seines ausgedehnten Einflussgebietes, d.h. bis an die Grenzen des solaren ätherischen Gewebes. Dieses kosmische Prana wird mit solarer Qualität imprägniert und dringt bis zu den äussersten Grenzen des Systems vor. Es hat die Aufgabe, den Bewusstseinsträger, die physisch-materielle Ausdrucksform des Sonnenlogos mit Lebenskraft zu erfüllen.

Der Planet empfängt sein Prana vom Sonnensystem und verteilt es durch die drei Aufnahmezentren an alle Teile seines Einflussbereiches. Dieses solare Prana nimmt die Färbung der planetarischen Qualität an und wird von allen Evolutionen innerhalb des planetarischen Grenzrings absorbiert. Es hat die Aufgabe, den Träger oder Körper zu vitalisieren, welcher der physisch-materielle Ausdruck des einen oder anderen der sieben Himmlischen Menschen ist.

Der Mikrokosmos [102] empfängt Prana von der Sonne, nachdem es den planetarisch-ätherischen Körper durchdrungen hat, so dass es Sonnenprana zuzüglich planetarischer Qualität ist. Jeder Planet ist die Verkörperung eines der Strahlenaspekte, und die Qualität des betreffenden Strahls prägt sich seiner gesamten Evolution ein.

Prana ist demnach aktive Strahlungshitze, deren Schwingung und Qualität je nach der sie empfangenden Wesenheit verschieden ist. Der Mensch leitet das Prana durch seinen ätherischen Träger hindurch, prägt ihm die Färbung seiner eigenen Sonderqualität ein und übermittelt es in dieser Form an die geringeren Lebewesen, die sein kleines System ausmachen. So geht die grosse wechselseitige Tätigkeit vor sich, und alle Teile durchdringen einander, vermischen sich und hängen voneinander ab; und alle Teile empfangen, fügen Färbung und Qualität hinzu und senden dann weiter. Es ist ein endloser Kreislauf, der vom Standpunkt des endlichen Menschen aus weder einen denkbaren Anfang noch ein mögliches Ende hat, denn sein Ursprung und Ende liegen im unbekannten kosmischen Urquell verborgen. Gäbe es allseitige Vollkommenheit, so könnte dieser Kreislauf unbehindert weitergehen und zu einem fast endlosen Dauerzustand führen, aber seine Begrenzung und sein Ende ergeben sich aus den Wirkungen der Unvollkommenheit, die einer stufenweisen Vollkommenheit Platz macht. Jeder Zyklus entsteht aus einem anderen Zyklus von relativer Vollständigkeit und wird jeweils einer höheren Spiralwindung Platz machen; so kommt es zu Perioden von anscheinend relativer Vollendung, die wiederum zu noch grösseren hinführen.

Das Ziel dieses grösseren Zyklus ist bekanntlich die Verschmelzung der beiden Feuer der Materie (des latenten und des aktiven Feuers) und deren Vereinigung mit den Feuern des Denkvermögens und des Geistes, bis sie in der allgemeinen Flamme aus dem Gesichtsfeld verschwinden; die Feuer des Denkvermögens und des Geistes verbrennen Materie und ermöglichen dadurch die Befreiung von den hemmenden Trägern. Der Altar der Erde ist die Geburtsstätte des Geistes, ist dessen Befreier von der Mutter (Materie) und dessen Eingangspforte zu höheren Bereichen.

Sobald also der pranische Träger in allen drei Gruppen (in der menschlichen, planetarischen und solaren) vollkommen funktioniert, wird die Vereinigung mit dem latenten Feuer zustande kommen. Eben deshalb wird die Notwendigkeit betont, geläuterte, [103] verfeinerte physische Träger aufzubauen. Je feiner und reiner die Form ist, um so besser kann sie Prana empfangen und um so weniger Widerstand wird sie dem Aufsteigen der Kundalini zur gegebenen Zeit entgegensetzen. Grobe Materie und unbearbeitete physische Körper bilden eine Gefahr für den Okkultisten, und man wird keinen wahren Seher in einem Körper von roher Qualität antreffen. Dafür sind die Gefahren eines Zerreissens zu gross und die Drohung einer Auflösung durch Feuer zu furchtbar. Einmal in der Rassengeschichte (in lemurischen Zeiten) ereignete sich das und bewirkte die Zerstörung der Menschenrasse und der Kontinente durch Feuer [*C45]. Die damaligen Lenker der Rasse benutzten gerade dieses Mittel, um das Ende einer unzulänglichen Form herbeizuführen. Das in der Materie latente Feuer (das beispielsweise in vulkanischen Ausbrüchen zutage tritt) wurde mit dem Strahlungsfeuer des Systems zusammengebracht. Planetarische Kundalini und solare Emanation stürzten aufeinander zu und vollbrachten das Zerstörungswerk. Das gleiche könnte sich ereignen, wenn auch nur in der Materie des zweiten Äthers; daher würde die Wirkung wegen der Dünnheit dieses Äthers und der im Vergleich zu damals grösseren Verfeinerung der Träger eine weniger vernichtende sein.

Hier liesse sich eine interessante Tatsache vermerken, die zwar für die meisten unter uns noch ein unlösbares Mysterium bedeutet, nämlich, dass diese Zerstörungen durch Feuer einen Teil der Feuerproben der Einweihung des betreffenden Himmlischen Menschen ausmachen, dessen Karma mit unserer Erde verknüpft ist.

Jede teilweise Zerstörung des Gewebes erhöht die Fähigkeit des Entrinnens und bedeutet in Wirklichkeit (von den höheren Ebenen aus gesehen) einen Fortschritt und eine Expansion. Das wiederholt sich gleichermassen zu bestimmten Zeiten im System.

4. Störungen im ätherischen Körper.

Wir [104] kommen jetzt zum Studium des ätherischen Körpers in bezug auf dessen Erkrankungen und Zustand nach dem Tode. Dieses Thema kann nur kurz besprochen werden. Vorerst müssen wir uns mit einem allgemeinen Überblick über die grundlegenden Unpässlichkeiten begnügen, denen der Ätherkörper ausgesetzt ist, und der angewandten Medizin die Richtung weisen, die sie später einmal verfolgen sollte, sobald mehr Verständnis für okkulte Gesetze vorhanden ist. Eine Tatsache muss dabei hervorgehoben werden - eine Tatsache, die nur wenige begreifen oder auch nur ahnen. Das ist die bedeutsame Tatsache, dass die beim Mikrokosmos auftretenden Erkrankungen des ätherischen Trägers in gleicher Weise im Makrokosmos anzutreffen sind. Aus dieser Erkenntnis heraus lassen sich oftmals die scheinbaren Notzustände der Natur erklären. Einige der grössten Weltnöte haben ihren Ursprung in ätherischen Erkrankungen, wobei der Begriff «ätherisch» auf planetarische, ja sogar solare Zustände ausgedehnt wird. Wenn wir auf die Ursachen für üble ätherische Zustände im Menschen zu sprechen kommen, werden wir uns vielleicht über deren planetarische und solare Entsprechungen klar werden. Bei dieser Untersuchung müssen wir sorgfältig im Auge behalten, dass alle Erkrankungen des ätherischen Körpers im Zusammenhang mit seinem dreifachen Zweck stehen und dass sie daher von dreierlei Art sind:

a. Funktionsstörungen, die demnach seine Aufnahme von Prana beeinträchtigen;

b. Organische Störungen, die demnach seine Verteilung von Prana beeinträchtigen;

c. Statische Zustände, die demnach das Gewebe beeinflussen, sofern man es nur im Sinn eines physischen Grenzrings betrachtet, der als Scheidewand zwischen der physischen und der astralen Ebene fungiert.

Jede dieser drei verschiedenen Funktionen oder Zwecke ist an und für sich von grösstem Interesse, ruft grundverschiedene Ergebnisse hervor und wirkt sich sowohl äusserlich als auch innerlich in ganz verschiedener Weise aus.

Vom planetarischen Standpunkt aus gesehen lassen sich die gleichen Zustände wahrnehmen. Der ätherische Planetenkörper (der im Fall der heiligen Planeten, zu denen die Erde nicht zählt, im [105] Grunde der einzige Körper ist) wird seine eigenen Funktionsstörungen aufweisen, die seine Aufnahme von Prana beeinträchtigen; er wird ausserdem unter organischen Beschwerden leiden, die seine Verteilung von Prana beeinträchtigen dürften; und schliesslich auch unter Störungen, die Beschwerden im ätherischen Gewebe zulassen, welches den Grenzring für den betreffenden planetarischen Geist bildet. Hierbei ist zu beachten, dass bei den auf dem göttlichen, evolutionären Kreisbogen befindlichen planetarischen Geistern oder den Himmlischen Menschen, deren Körper Planeten sind, das ätherische Gewebe keine Scheidewand darstellt; sie können sich also (gleich den Karmischen Herren auf einer höheren Ebene) ausserhalb der Grenzen des planetarischen Gewebes im Umkreise des solaren Grenzrings frei bewegen [*C46].

Vom systemischen Standpunkt aus lassen sich wiederum die gleichen Wirkungen beobachten, und zwar funktionsmässig in diesem Fall im Zusammenhang mit dem kosmischen Zentrum; organisch im Zusammenhang mit der Gesamtsumme der Planetensysteme, und im statischen Sinn in bezug auf den solaren oder logoischen Grenzring.

Zum Zweck der Klarheit könnten wir nun diese drei Gruppen getrennt vornehmen und nach kurzer Betrachtung einige Winke (denn mehr ist nicht möglich) für Heilverfahren und Korrekturen geben.

a. Mikrokosmische Funktionsstörungen. Sie betreffen die Art und Weise, wie der Mensch die pranischen Strömungen vermittels der dazu notwendigen Zentren aufnimmt. Um Verwechslungen auszuschalten, müssen wir dabei stets im Auge behalten, dass diese Emanationen von Prana mit der in der Materie latenten Hitze zu tun haben; wenn sie vom ätherischen Körper in der richtigen Weise empfangen und darin wirksam werden, dann wirken sie mit der [106] natürlichen, latenten Körperwärme zusammen; und nach Vereinigung mit ihr halten sie den Körper in vitalisiertem Zustand, indem sie der Materie des Körpers eine gewisse Schwingungsfrequenz auferlegen, die zur notwendigen Tätigkeit des physischen Trägers und zum richtigen Funktionieren seiner Organe führt. Daraus erhellt sich, dass das Abc körperlicher Gesundheit in engster Verbindung mit dem richtigen Empfang von Prana steht, und dass eine der grundlegenden Änderungen, die im Leben des menschlichen Tieres (dem Aspekt, mit dem wir uns hier befassen) notwendig sind, mit den gewöhnlichen Lebensbedingungen desselben zu tun haben wird. Den drei Hauptzentren, durch die der Empfang zustande kommt, muss weniger Beschränkung auferlegt und mehr Aktionsfreiheit gewährt werden. Infolge Jahrhundertelanger falscher Lebensweise und grundlegender Irrtümer (die schon in Lemurien ihren Anfang nahmen) befinden sich die drei pranischen Zentren des Menschen in keinem guten Betriebszustand. Das Zentrum zwischen den Schulterblättern ist noch am besten zur Aufnahme befähigt, obwohl sich seine Lage infolge des schlechten Zustandes der Wirbelsäule (die bei so vielen nicht richtig ausgerichtet ist) häufig verschoben haben dürfte. Das Milzzentrum nahe des Zwerchfelles ist von unternormaler Grösse, und seine Schwingung ist nicht die richtige. Bei den Urbewohnern solcher Gegenden wie der Südsee findet man bessere ätherische Zustände vor; sie führen (vom tierischen Standpunkt aus) ein normaleres Leben als es in irgendeinem Weltteil der Fall ist.

Die Menschenrasse leidet unter gewissen Unfähigkeiten, die sich wie folgt aufzählen lassen:

Erstens. Wegen der ungesunden Lebensweise sind so viele Menschen unfähig, pranische Strömungen anzuzapfen. Das führt zur Abriegelung der Bezugsquelle und demzufolge zur Atrophie und Schrumpfung der Aufnahmezentren. Das lässt sich in übertriebener Form bei Kindern in übervölkerten Grossstadtvierteln und an den verdorbenen, blutarmen Bewohnern der Elendsquartiere beobachten. Die Abhilfe liegt offensichtlich in der Schaffung besserer Lebensbedingungen, in der Vorsorge für angemessenere Kleidung [107] und in der Gewöhnung an eine freiere und gesündere Lebensweise. Wenn die pranischen Strahlungen freien Zutritt zu den Schultern und zum Zwerchfell finden können, wird der durchschnittlich unternormale Zustand der Milz von selbst in Ordnung kommen.

Zweitens. Übermässige Möglichkeit zum Anzapfen pranischer Strömungen. Die erstgenannte Art von Funktionsstörung ist allgemein weitverbreitet. Ihr Gegenteil kommt unter Lebensbedingungen vor, wo die Zentren den Sonnenstrahlen zu direkt und zu anhaltend ausgesetzt werden und sich dadurch überentwickeln, zu schnell vibrieren und Prana in übergrosser Menge aufnehmen. Das ist zwar seltener, kommt aber in tropischen Ländern vor und verursacht viele lästige Schwächezustände, denen die Bewohner solcher Länder ausgesetzt sind. Der ätherische Körper empfängt dabei das Prana oder die Sonnenstrahlen zu rasch und führt sie mit zu grosser Gewalt durch das System hindurch und aus ihm heraus, wodurch der Betreffende der Trägheit und Entkräftung zum Opfer fällt. Anders ausgedrückt: der ätherische Körper wird faul und gleicht einem ungespannten Netz oder (um ein alltägliches Beispiel zu wählen) er ähnelt einem schlaff gewordenen Tennisschläger, der seine Elastizität verloren hat. Das innere Dreieck übermittelt die pranischen Emanationen zu rasch, es bleibt keine Zeit zu deren Absorbierung übrig und das ganze System verliert dementsprechend an Kraft.

Später einmal wird man feststellen, dass viele Erkrankungen, unter denen in Indien lebende Europäer leiden, darin ihren Ursprung haben; und wenn man daher der Milz einige Aufmerksamkeit widmet und die Lebensbedingungen in vernünftiger Weise regelt, lassen sich einige von diesen Schwierigkeiten beseitigen.

Beide genannten Schwierigkeiten treten unter ähnlichen Bedingungen auch anderweitig auf dem Planeten auf. Mehr kann darüber nicht gesagt werden. Aber wenn man die Sonnenbestrahlung der Oberfläche des Planeten einmal im Zusammenhang mit dessen Rotation einer vernünftigen Untersuchung unterzieht, wird man etwas von den Gruppenregeln der Gesundheit verstehen und sie befolgen lernen. Der Geist des Planeten (oder die planetarische Wesenheit) unterliegt seinerseits gewissen Zyklen, und in der [108] Aufnahme und richtigen Verteilung des planetarischen Prana liegt das Geheimnis der Fruchtbarkeit und gleichmässigen Vegetation. Manches davon hüllt sich in die Märchenerzählung vom Kriege zwischen Feuer und Wasser, der auf der Reaktion des in der Materie latenten Feuers auf das von ausserhalb auf die Materie einströmende Feuer und dessen Einwirkung beruht. Während der für das Vermischen der beiden notwendigen Zeit kommt es zu jenen Perioden, in denen aufgrund von karmischer Vererbung die Aufnahme unregelmässig und die Verteilung ungleich ist. Wenn die Rasse den Gleichgewichtspunkt erreicht, wird das planetarische Gleichgewicht ebenfalls erlangt werden, und mit der planetarischen Errungenschaft wird es zu dem Gleichgewicht kommen, das zwischen den solaren Planeten untereinander hergestellt werden muss. Wenn sie in wechselseitigem Gleichgewicht aufeinander einwirken, dann ist das System fest begründet und hat seine Vollendung erreicht. Die gleichmässige Verteilung von Prana im Menschen, in der Rasse, im Planeten und im System wird sich als Parallelerscheinung dieses Gleichgewichts ergeben. Das besagt mit anderen Worten, dass eine einheitliche Schwingung hergestellt werden wird.

b. Mikrokosmisch-organische Störungen, deren es in der Hauptsache zweierlei gibt:

Beschwerden aufgrund von Verstopfung.

Gewebezerstörung wegen übermässiger Aufnahme von Prana oder dessen zu rascher Vermischung mit dem latenten, physischen Feuer.

Ein merkwürdiges Beispiel für diese beiden Arten von Beschwerden bietet sich uns im Sonnenstich und Hitzschlag. Obwohl die Ärzte angeblich damit vertraut sind, handelt es sich dabei jedoch um rein ätherische Störungen. Wenn man das Wesen des Ätherkörpers erst besser versteht und ihn vernünftig zu behandeln weiss, wird man beide Erkrankungsarten zu vermeiden wissen. Sie rühren von pranischer Emanation der Sonne her; in einem Fall ist Tod oder schwere Erkrankung durch Verstopfung eines Ätherkanals die Folge der Emanation, während im anderen die gleiche Wirkung durch Zerstörung von ätherischer Materie hervorgebracht wird.

Das obige Beispiel wurde mit einer ganz bestimmten Absicht gewählt, aber ausserdem muss darauf hingewiesen werden, dass ätherische Verstopfung viele Arten von Erkrankungen und [109] mentaler Beschränktheit nach sich ziehen kann. Ätherische Verstopfung führt zu ungewöhnlicher Verdickung des Gewebes, und diese Verdickung könnte beispielsweise die Verbindung mit dem höheren Selbst oder den höheren Prinzipien vereiteln und Schwachsinn und Mangel an mentalem Gleichgewicht zur Folge haben. Sie mag auch zu übermässigem Fleischansatz, zur Schwellung irgendeines inneren Organes und demzufolge zu ungebührendem Druck führen. Wenn ein Teil des ätherischen Körpers verstopft ist, kommt es leicht zur Störung des allgemeinen Gesundheitszustandes und zu verschiedenen Erkrankungen.

Gewebezerstörung kann Geisteskrankheiten verschiedener Art verursachen, besonders diejenigen, die man für unheilbar hält: Die Verbrennung des Gewebes kann fremden Astralströmungen Einlass gewähren, gegen die man hilflos ist; dieser Druck kann das Gehirngewebe buchstäblich zerstören, und die Zerstörung des ätherischen Grenzrings an irgendeiner Stelle kann ernste Beschwerden verursachen.

Hinsichtlich des Planeten gibt es ähnliche Zustände. Darüber werden vielleicht später einige Mitteilungen gemacht werden, die jetzt noch vorenthalten werden; daraus wird hervorgehen, dass ganze Rassen und gewisse Naturreiche unter dem Einfluss planetarisch-ätherischer Verstopfung oder durch die Zerstörung von planetarisch-ätherischem Gewebe gelitten haben.

Wir haben uns mit den Funktions- und den organischen Störungen des Ätherischen befasst und dabei auf die Ausdehnung des Begriffes auf andere als rein menschliche Bereiche hingewiesen. Im Menschenreich liegt der Schlüssel, aber wenn man ihn umdreht, öffnet sich die Tür zu einer umfassenderen Auslegung, da sie Einlass in die Geheimnisse der Natur gewährt. Obwohl dieser Schlüssel siebenmal umgedreht werden muss, öffnet doch schon eine einzige Umdrehung unermessliche Ausblicke auf schliessliches Verstehen. [*C47, 48, 48a]

Wir haben [110] die Aufnahme und Verteilung pranischer Emanationen im Menschen, im Planeten und im System betrachtet und dabei gesehen, was vorübergehende Störungen und Entkräftung oder Überbelebung der organischen Form hervorruft. Jetzt dürfen wir das Thema von einem dritten Gesichtswinkel aus betrachten, nämlich:

c. Mikrokosmisch-statische Störungen, oder die Betrachtung des ätherischen Körpers im Rahmen seiner Aufgabe, einen Grenzring zwischen dem rein Physischen und dem Astralen zu bilden. Wie sowohl hier als auch in den Büchern von H. P. B. erwähnt, ist der Grenzring eine begrenzende Schranke, die als Trennungswand dient zwischen einem System und dem, was ausserhalb desselben liegt. Wie sich leicht denken lässt, bieten sich damit interessante Wechselbeziehungen, wenn wir (wie wir das stets zu tun bestrebt sein müssen) das Thema vom Gesichtspunkt eines menschlichen Wesens, eines Planeten und eines Systems aus betrachten und dabei stets im Auge behalten, dass wir es beim Ätherkörper mit [111] physischer Materie zu tun haben. Das sollte man stets sorgfältig im Auge behalten. Sehr wichtig ist deshalb die für alle Gruppen und Gruppenverbände gültige Tatsache, dass der Grenzring nur für das ein Hindernis ist, was in der Evolution rückständig ist, dass er aber für den weiter Fortgeschrittenen kein Hindernis bildet. Die ganze Frage dreht sich um zwei Bedingungen, nämlich um das Karma des Menschen, des planetarischen Logos und des Sonnenlogos, und um den Grad der Vorherrschaft der innewohnenden geistigen Wesenheit über ihren Träger.

IV. Makrokosmische und mikrokosmische Äther

1. Der Planetarische Logos und die Äther.

Der Mensch, der innewohnende Denker, verlässt nachts seinen ätherischen Grenzring und betätigt sich anderswo. Dem Gesetz zufolge kann deshalb auch der planetarische Logos zu bestimmten, den zeitweiligen Ruhestunden oder dem Pralaya des Menschen entsprechenden Zeiten seinen Grenzring überschreiten.

Der Sonnenlogos macht es ebenso während gewisser Zyklen, die aber nicht die auf das sogenannte solare Pralaya folgenden, sondern geringere Zyklen sind, die - periodisch gesehen - den «Tagen Brahmas» oder Zeiträumen geringerer Aktivität folgen. Sie sind alle karmisch bedingt, und so, wie der wahre Mensch selbst das karmische Gesetz auf seine Träger anwendet und in seinem winzigen System jener vierten Gruppe karmischer Wesenheiten entspricht, die wir die Lipika-Herren nennen, genauso wendet auch Er das Gesetz auf seine dreifältige, niedere Natur an. Die vierte Gruppe kosmischer Wesenheiten, die den drei kosmischen Logoi (der dreifachen Gesamtsumme der logoischen Natur) zur Seite steht, kann in bestimmten Zyklen die Schranken des solaren Grenzrings überschreiten. Das ist ein tiefes Geheimnis, das noch verwickelter wird, wenn man daran denkt, dass die Vierte Schöpferische Hierarchie der menschlichen Monaden und die aus drei Gruppen bestehenden Lipika-Herren enger als die anderen Hierarchien miteinander verbündet und in ihrem Schicksal innig verwoben sind.

[112] (Die drei Gruppen umfassen die erste und die zweite Gruppe und die vier Maharajas; sie sind die Gesamtheit der dreifachen karmischen Regenten, die zwischen dem Sonnenlogos und den sieben planetarischen Logoi stehen.

Ein weiteres Glied in der Kette unserer Betrachtungen liegt in der Tatsache, dass die vier Strahlen des Denkens (die das Karma von vier planetarischen Logoi betreffen) in ihrer Gesamtheit den gegenwärtigen Evolutionsvorgang des Menschen, in seiner Eigenschaft als Denker, in der Hand haben. Diese Vier wirken eng mit den karmischen Vier zusammen. Es ergibt sich demnach ein Zusammenwirken folgender Gruppen:

Erstens. Die vier Maharajas, die niederen Lipika-Herren (*049) die das Karma der Vergangenheit anwenden und es in der Gegenwart zur Auswirkung bringen.

Zweitens. Die vier Lipikas der zweiten Gruppe, von denen H. P. B. sagt, dass sie sich mit der Anwendung künftigen Karmas befassen und das künftige Geschick der Rassen lenken. Das Wirken der ersten Gruppe von vier kosmischen Lipika-Herren ist okkulter Art und wird erst bei der vierten Einweihung einigermassen (auch dann nur wenig) enthüllt; deshalb werden wir an dieser Stelle nicht darauf eingehen.

Drittens. Die vierte Schöpferische Hierarchie menschlicher Monaden, die aufgrund eines vierfältigen, karmischen Gesetzes unter der Leitung der Lipikas steht.

Viertens. Die vier planetarischen Logoi [*C50] der Harmonie, des Wissens, des abstrakten Denkens und des Zeremoniells, die in ihrer Gesamtheit die Manas-(Quaterne (Vierheit) für die Dauer ihrer [113] Evolution ausmachen und alle Menschensöhne unter ihren Einfluss bringen.

Fünftens. Die Devaherren der vier Ebenen: Buddhi, oder der Ebene geistiger Intuition, Manas, oder der Mentalebene sowie der Wunsch- und der physischen Ebene, die ebenfalls in engerem Sinn als die drei höheren mit der menschlichen Evolution verbündet sind.

Eine weitere interessante Entsprechung liegt in folgenden Tatsachen, die eben erst zur Entwicklung gelangen; Die vierte oder Buddhi ist die Ebene, auf der die planetarischen Logoi aus ihrem planetarischen Grenzring oder aus dem ätherischen Gewebe, das auf allen Ebenen sein Gegenstück hat, zu entweichen beginnen.

Sobald der Mensch den Buddhi-Träger in geringerem Mass gleichzuschalten beginnt oder, anders ausgedrückt, sobald er die Kraft entwickelt hat, die Buddhi-Ebene wenn auch nur ein wenig zu erreichen, dann beginnt er gleichzeitig und bewusst die Fähigkeit zu entwickeln, aus dem ätherischen Gewebe der physischen Ebene zu entweichen. Später entweicht er aus dessen Entsprechung auf der Astralebene, und schliesslich aus der Entsprechung auf der vierten Unterebene der Mentalebene, und zwar diesmal auf dem Weg über die Mentale Einheit. Das führt schliesslich zu kausaler Betätigung oder zur Fähigkeit, im Träger des Egos, der Verkörperung des Liebe- und Weisheitsaspektes der Monade, zu verweilen und darin tätig zu sein. Bemerkenswert ist hier die Entsprechung zu der bewiesenen Tatsache, dass viele schon jetzt aus dem ätherischen Körper entweichen und in ihrer Astralhülle wirken können, [114] die das Persönlichkeits-Abbild des gleichen zweiten Aspekts ist.

Wenn ein Mensch die vierte Einweihung durchmacht, dann betätigt er sich im buddhischen Träger der vierten Ebene und ist dem Persönlichkeits-Grenzring auf der vierten Unterstufe der Mentalebene für immer entwichen. Nichts bindet ihn mehr an die drei Welten. Bei der ersten Einweihung entweicht er dem Grenzring in mehr vorübergehendem Sinn, aber er muss auch noch aus den drei höheren Mentalbereichen, den mentalen Entsprechungen der höheren Äther, herauskommen und auf diesen drei höheren Unterebenen volles Bewusstsein entwickeln. Hier ergibt sich eine Entsprechung zu der Aufgabe, die ein Eingeweihter zu leisten hat, nachdem er die buddhische oder vierte solare Ebene erreicht hat. Dann steht ihm immer noch die Entwicklung vollen Bewusstseins auf den drei höheren Ebenen des Geistes bevor, ehe er dem solaren Grenzring entweichen kann. Dazu kommt es bei der siebenten Einweihung, die irgendwo im System stattfindet oder die im entsprechenden kosmischen Sinn vermittels des kosmischen Sutratma oder kosmischen Lebensfadens erreicht wird (*C51).

Die vierte Erdenkette ist in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung, weil sie dazu bestimmt ist, zum Schauplatz der Beherrschung des ätherischen Körpers durch die menschliche Monade zu werden, die sowohl im menschlichen als auch im planetarischen Sinn das Entweichen aus Begrenzungen zum Ziel hat. Obwohl diese Erdenkette nicht zu den sieben heiligen Planetenketten gehört, ist sie für den planetarischen Logos zurzeit von vitaler Bedeutung im Sinn eines Inkarnations- und Ausdrucksmittels. Die gegenwärtige vierte Runde findet die Lösung für ihr anstrengendes und chaotisches Leben auf dem sehr einfachen Wege der Zerstörung des ätherischen Gewebes, um Befreiung zu erwirken und den späteren Gebrauch einer mehr angepassten Form zu ermöglichen.

[115] Eine weitere Ideenkette ergibt sich, wenn man bedenkt, dass der vierte Äther gerade jetzt zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung und Entwicklung wurde und bis zu einem gewissen Grad bereits dem Menschen dienstbar gemacht worden ist; dass die vierte Unterstufe der Astralebene das normale Betätigungsfeld des Durchschnittsmenschen ist und dass während der jetzigen Runde das Entweichen aus dem ätherischen Körper erzielt wird; dass die vierte Unterstufe der Mentalebene für ein Viertel der menschlichen Familie das Ziel ihres gegenwärtigen Bemühens ist; dass im vierten Manvantara der solare Grenzring denen, welche die notwendige Stufe erreicht haben, Wege zum Entweichen eröffnen wird; dass die vier planetarischen Logoi ihr Entweichen aus ihrer planetarischen Umwelt vollenden und mit grösserer Leichtigkeit auf der kosmisch-mentalen Ebene fungieren werden, wobei Sie auf kosmischem Niveau eine ähnliche Leistung vollbringen wie die menschlichen Einheiten, welche die Zellen ihrer Körper bilden.

Unser Sonnenlogos, der ein Logos der vierten Ordnung ist, wird mit der Gleichschaltung seines kosmisch-buddhischen Körpers beginnen, und in dem Mass, in dem er kosmisches Denkvermögen entwickelt, wird er mit Hilfe dieses Vermögens allmählich die Fähigkeit erlangen, mit der kosmisch-buddhischen Ebene in Berührung zu kommen.

Wir haben uns etwas bei den Möglichkeiten und Entsprechungen aufgehalten, da wir uns über die in Verbindung mit dem ätherischen Gewebe zu leistende Aufgabe klarwerden müssen, ehe wir die verschiedenen Ursachen besprechen, die den erwünschten Vorgang behindern und das vorgesehene Entweichen und die schicksalsgemässe Befreiung vereiteln können. Danach werden wir die Betrachtung des ätherischen Gewebes und seines statischen Zustandes vornehmen. Dabei müssen wir zweierlei bedenken:

Erstens, dass dieser Zustand nur dann ein statischer ist, wenn man ihn vom Standpunkt des heutigen Menschen aus betrachtet, [116] und dass er nur deshalb als solcher bezeichnet wird, um die notwendig werdenden Änderungen und abzuwendenden Gefahren klarer zu machen.

Zweitens, dass wir uns lediglich mit dem physisch-ätherischen Körper, und nicht mit dessen Entsprechungen auf allen anderen Ebenen befassen. Das geschieht deshalb, weil unser System sich auf den kosmisch-ätherischen Stufen befindet und deshalb für uns von grundlegender Wichtigkeit ist.

2. Kosmische und Systemische Äther.

Um es den Lesern dieser Abhandlung leichter zu machen und weil die stufenweise Wiederholung von Tatsachen klärend wirkt, wollen wir an dieser Stelle kurz einige grundlegende Hypothesen wiederholen, die mit unserem Thema in direktem Zusammenhang stehen und dazu dienen dürften, die gegenwärtige Verwirrung in bezug auf unser Sonnensystem zu beseitigen. Einige der aufgeführten Tatsachen sind bereits wohlbekannt, andere sind davon abgeleitet, während wieder andere alte und wahre Entsprechungen in modernerer Form ausdrücken.

a. Die niedrigste kosmische Ebene ist die kosmisch-physische, und sie ist die einzige, die vom begrenzten Denken des Menschen irgendwie begriffen werden kann.

b. Die kosmisch-physische Ebene besteht in Materie, die in sieben Qualitäten, Gruppen, Grade oder Schwingungen differenziert ist.

c. Diese sieben Differenzierungen sind die sieben hauptsächlichen Ebenen unseres Sonnensystems.

Aus Gründen der Klarheit wollen wir die Ebenen unter der Überschrift «physische, systemische und kosmische» aufzählen, damit die Beziehungen und Entsprechungen klar hervorgehen, und der Zusammenhang mit dem, was oben, und dem, was unten oder darin einbegriffen ist, klar in Erscheinung tritt.

DIAGRAMM III - DIE SIEBEN EBENEN UNSERES SONNENSYSTEMS  - Pdf in Deutsch

(118)

DIE EBENEN

 

 

 

 

 

Physische Ebene

Systemische Ebenen

Kosmische Ebenen

 

 

 

 

1.

Atomische Ebene

Göttlich. Adi

Atomische Ebene

 

1. Äther

Urmaterie

1. Äther

2.

Subatomische

Monadisch. Anupadaka

Subatomische

 

 

Die Akasha

2. Äther

3.

Superätherische

Geistig. Atmisch

3. Äther

 

 

Äther

 

 

Ebene der Vereinigung oder des Einswerdens

4.

Ätherische

Intuitionell. Buddhisch.

4. Kosmischer Äther.

 

 

Luft

 

 

Die niederen drei Welten

5.

Gasförmige

Mental. Feuer

Gasförmige. Subätherische.

6.

Flüssige

Astral. Emotional

Flüssige

7.

Dichte physische

Physische Ebene

Dichte physische

 

d. Da diese sieben Hauptebenen unseres Sonnensystems nur die sieben Unterebenen der kosmisch-physischen Ebene ausmachen, lässt sich verstehen, warum H. P. B. die Tatsache betonte [*C52, 53], dass Materie und Äther synonyme Begriffe sind, dass dieser Äther in der einen oder anderen Form auf allen Ebenen anzutreffen ist und lediglich eine Abstufung von kosmisch-atomischer Materie darstellt, die im nicht abgesonderten Zustand Mulaprakriti oder prägenetische Ursubstanz genannt, und nach ihrer Absonderung durch Fohat (oder das energieverleihende Leben, den dritten Logos oder Brahma) als Prakriti oder Materie bezeichnet wird. [*C54]

e. Unser Sonnensystem ist ein sogenanntes System der vierten Ordnung; das bedeutet, dass es seinen Platz auf der (wie immer von oben nach unten gerechnet) vierten kosmisch-ätherischen Ebene einnimmt.

f. Daher bildet diese [119] vierte kosmisch-ätherische Ebene den Treffpunkt für die Vergangenheit und die Zukunft, und sie selbst ist die Gegenwart.

g. Demnach ist auch die buddhische oder intuitionelle Ebene (das innerhalb dieses Systems dem vierten kosmischen Äther entsprechende Gegenstück) der Treffpunkt oder die Ebene der Vereinigung für das, was Mensch ist, und das, was einmal Übermensch sein wird, und das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft.

h. Die nachgenannten Entsprechungen verdienen eine sorgfältige Betrachtung. Sie gründen sich auf ein klares Erkennen der Beziehung zwischen diesem vierten kosmischen Äther, der buddhischen Ebene, und der vierten physisch-ätherischen Unterebene.

Die vierte Mental-Unterebene, das der physisch-ätherischen entsprechende Gegenstück, ist ebenfalls ein Übergangspunkt aus einem niederen in einen höheren Zustand und die Stelle, auf der man in einen höheren Körper überwechselt.

Die vierte Unterstufe der monadischen Ebene ist in einem sehr realen Sinn der Übergangspunkt vom egoischen Strahl (welcher es auch sein mag) zum monadischen Strahl; diese drei Hauptstrahlen haben auf den drei höheren Unterstufen der monadischen Ebene die gleiche Funktion wie die drei abstrakten Unterebenen der Mentalebene, die den Übergang vom Persönlichkeits- auf den egoischen Strahl ermöglichen.

Die vier geringeren Strahlen vereinigen sich auf der Mentalebene und auf der atmischen Ebene mit dem dritten Hauptstrahl aktiver Intelligenz. Die vier Logoi oder planetarischen Geister wirken auf der atmischen Ebene als Einheit.

i. Eine weitere Synthese findet auf dem synthetischen zweiten Strahl, auf der zweiten Unterstufe der buddhischen und der monadischen Ebene statt, wohingegen die verhältnismässig wenigen Monaden des Willens oder der Macht auf der atomischen Unterstufe der atmischen Ebene zur Synthese gebracht werden. Alle drei Gruppen von Monaden wirken in dreifacher Gestalt auf der Mentalebene unter dem Mahachohan, dem Manu, und dem Bodhisattva oder Christus; auf der zweiten oder monadischen Ebene wirken sie als Einheit; nur auf der atmischen Ebene manifestieren sie ihre zweifache Funktion, und auf der buddhischen ihr dreifaches Wesen [*C55].

Die [120] vierte ätherische Ebene enthält den Schlüssel zur Beherrschung der Materie und dabei ist folgendes beachtlich:

Auf der Ebene des vierten physischen Äthers beginnt der Mensch seinen Astral- oder Gefühlskörper zu harmonisieren und immer häufiger in diesen Träger zu entweichen. Wenn ein Mensch die vier Äther zu meistern gelernt hat, dann erlangt er Kontinuität des Bewusstseins.

Auf der vierten Unterstufe der Mentalebene beginnt der Mensch seinen egoischen oder Kausalkörper zu beherrschen und sein Bewusstsein darin zu polarisieren, bis die Polarisierung vollkommen ist. Er ist dann bewusst in diesem Bereich tätig, sobald er die Entsprechungen zu den Äthern auf der Mentalebene gemeistert hat.

Auf der buddhischen Ebene (dem vierten kosmischen Äther) beginnen die Himmlischen Menschen (oder die Bewusstseinsgruppen von Menschen- und Devamonaden) tätig zu werden und am Ende aus den kosmisch-ätherischen Ebenen zu entweichen. Wenn diese drei kosmischen Äther gemeistert sind, dann funktioniert alles fehlerlos, die Polarisierung hat ihren Mittelpunkt in den monadischen Trägern gefunden und die sieben Himmlischen Menschen haben ihr Ziel erreicht.

j. Auf [121] diesen ätherischen Stufen wiederholt demnach der Logos unseres Systems, als grosse Gesamtsumme, die Erfahrungen seiner winzigen Abbilder auf den physischen Ebenen; er koordiniert Seinen kosmischen Astralkörper und erlangt Kontinuität des Bewusstseins, sobald er die drei kosmischen Äther gemeistert hat.

k. Beachtlich ist folgendes: So, wie im Menschen der dichte physische Körper in seinen drei Graden - dem dichten, flüssigen und gasförmigen - nicht als ein Prinzip anerkannt wird, genauso werden im kosmischen Sinn die physischen (dichten), astralen (flüssigen) und mentalen (gasförmigen) Stufen gleichfalls als nicht vorhanden angesehen; unser Sonnensystem hat seinen Platz im vierten Äther. Die sieben heiligen Planeten bestehen aus Materie dieses vierten Äthers, und die sieben Himmlischen Menschen, deren Körper sie sind, wirken normalerweise auf der vierten Ebene des Systems, der buddhischen, oder im vierten kosmischen Äther. Wenn der Mensch das Bewusstsein der buddhischen Ebene erlangt, dann hat er sein Bewusstsein zu dem des Himmlischen Menschen erhoben, in dessen Körper er eine Zelle ist. Das erringt er bei der vierten, der befreienden Einweihung. Bei der fünften Einweihung steigt er mit dem Himmlischen Menschen zur atmischen Ebene empor (zur fünften vom menschlichen Standpunkt aus), und bei der sechsten hat er die Herrschaft über den zweiten kosmischen Äther erlangt, besitzt monadisches Bewusstsein und kann unaufhörlich wirksam tätig sein. Bei der siebenten Einweihung beherrscht er die gesamte Sphäre der in der niedrigsten kosmischen Ebene enthaltenen Materie, macht sich von jedem Kontakt mit dem Ätherischen frei und fungiert auf der kosmischen Astralebene.

Das vergangene Sonnensystem war Zeuge der Überwindung der drei niedrigsten kosmischen Unterebenen (vom Standpunkt der Materie aus gesehen) und vollbrachte die Harmonisierung der dichten, dreifachen physischen Form, die alles Leben enthält, nämlich der dichten, flüssigen und gasförmigen Materie. Hier lässt sich eine Entsprechung zu der in den ersten drei Stammrassen vollbrachten Leistung erkennen (C56, 57).

3. Der schützende Zweck des ätherischen Körpers.

Nach diesen [122] ziemlich langwierigen Abschweifungen wollen wir uns nunmehr von den kosmischen und unverständlichen Dingen abwenden und herunter kommen auf das Gebiet der praktischen Evolution; wir wollen den ätherischen Körper des Menschen studieren und feststellen, welcher Schaden ihm dann droht, wenn dieser Körper (durch Übertretung des Gesetzes) seine Schutzfunktion nicht mehr auszuüben vermag. Vorerst einmal wollen wir feststellen, welches diese Schutzfunktionen sind:

Erstens. Das ätherische Gewebe fungiert als Scheidewand oder Trennungsgewebe zwischen dem astralen und dem dichten physischen Körper.

Zweitens. Es setzt die einströmende Lebenskraft oder das pranische Fluidum in Umlauf und bewirkt dies in drei Stadien:

Im ersten Stadium werden das pranische Fluidum und die Sonnenstrahlungen aufgenommen und dreimal um das Dreieck herum [123] in Umlauf gebracht; dann werden sie bis an die Peripherie des Körpers weitergeleitet, so dass alle physischen Organe beseelt und belebt und die automatischen, unterbewussten Funktionen des aus dichter Materie bestehenden Körpers angeregt werden. Wenn das Gewebe seinen Zweck vollkommen erfüllt, schützt es vor Erkrankung; die Gebrechen des Fleisches sind demjenigen unbekannt, der Prana richtig empfangen und verteilen kann. Dieser Wink wird allen Ärzten anempfohlen, und wenn er gebührendes Verständnis findet, dann wird er eine grundsätzliche Wandlung in der Heilkunde hervorrufen, die sich dann weniger auf Heilung als auf Vorbeugung verlegen wird.