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VI. WIRKUNGEN SYNTHETISCHER BEWEGUNG - Teil 2

Die Fussnoten des Buches sind als Pdf integriert. Klicken Sie auf die Nummern, z.B.  (*C23] usw.

Zweitens wird ein endgültiges, systemisches Dreieck gebildet werden, das von höchster Wirkungskraft sein wird, denn es wird der absorbierten Essenz und den gesammelten Energien aller sieben Grundpläne als die negative Grundlage für den Empfang von positiver elektrischer Energie dienen. Diese elektrische Energie wird dann durch die Grundpläne hindurchkreisen können, weil eine kosmische Gleichschaltung zustande gebracht wurde. Das Hereinbringen dieser ungeheuren geistigen Kraft während der Endstadien der Manifestation wird das Aufflammen der sieben Sonnen zur Folge haben. [*C23] Die sieben sind zwar zu dreien geworden, aber das gilt nur hinsichtlich der dichten, physischen Planeten. Das in [1154] den okkulten Büchern und in der Geheimlehre erwähnte Aufflammen ereignet sich in ätherischer Materie; eben diese ätherische, feurige Energie bringt die drei übrig gebliebenen Hauptgrundpläne zum Gipfelpunkt ihrer Vollendung (und damit auch zur Zerstörung). Dieser Vorgang entspricht der Verbrennung des Kausalkörpers durch Verschmelzung der drei Feuer bei der vierten Einweihung. Es handelt sich aber nur um eine Entsprechung, deren Einzelheiten nicht auf die Spitze getrieben werden sollten. Vom Saturn sagt man, er habe im esoterischen Sinn die «Reibungsfeuer des systemischen Raumes» absorbiert; Neptun gilt als Speicher der «solaren Flammen», und Uranus als Heimstätte des «elektrischen Feuers.» Wenn die drei Grundpläne durch aussersystemische Aktivität aufgrund von:

1. logoischer Gleichschaltung,

2. Einweihung des Logos,

3. Aktion des EINEN, ÜBER DEN SICH NICHTS SAGEN LÄSST,

gleichzeitig stimuliert werden und die Feuer im Sinn des Dreiecks von einem zum anderen übergehen, dann treten auch sie schliesslich in die Verdunkelung ein. Nichts bleibt übrig als die flammenden ätherischen Sonnen, die sich - gerade wegen der Intensität ihrer Glut - rasch auflösen.

4. Die Beziehung zwischen dem Kehlzentrum, dem Alta-Major-Zentrum und dem mentalen Zentrum. [1155]

Die Frage der Zentren hat bei den Menschen von jeher ziemliches Interesse erweckt, und viel Schaden ist dadurch angerichtet worden, dass man die Aufmerksamkeit dabei auf die physischen Zentren lenkte. Leider hat man den Zentren Namen gegeben, die denen ihrer physischen Gegenstücke entsprechen; und da der Mensch sich ohnehin gern mit dem identifiziert, was greifbar und physisch ist, so hat sich eine Menge von Informationsmaterial angehäuft, das nicht auf geistigem Wissen, sondern auf einer Untersuchung der Wirkungen beruht, die sich aus einer Meditation über die physischen Zentren ergeben. Eine solche Meditation ist nur dann gefahrlos, wenn der Mensch nicht mehr in seinem niederen, persönlichen Selbst polarisiert ist, sondern alles vom Standpunkt des Egos aus betrachtet, mit dem er sich völlig identifiziert. Wenn das der Fall ist, erkennt er die physischen Zentren lediglich als Energie-Brennpunkte im ätherischen Körper, die einem bestimmten Zweck dienen. Dieser Zweck besteht darin, bestimmte, bewusst vom Ego ausgesandte Energiearten so weiterzuleiten, dass sie den physischen Körper (der kein Prinzip ist) zur Erfüllung der egoischen Absicht antreiben. Zu diesem Zweck muss das Ego gewisse Regeln befolgen und dem Gesetz entsprechen; es muss nicht nur bewusste Kontrolle über den physischen Körper erlangt haben, sondern auch Kenntnisse über die Energiegesetze, über die Konstitution d es ätherischen Körpers und dessen Beziehung zum physischen. An dieser Stelle verdienen einige grundlegende Tatsachen in bezug auf die Zentren Erwähnung, und damit sollen frühere diesbezügliche Angaben in dieser Abhandlung mit einander in Beziehung gebracht und zusammengefasst werden. Wenn dazu einige Wiederholungen notwendig werden, so ist das durchaus dienlich; die hier erwähnten Angaben und angedeuteten Entsprechungen sollten allen Anhängern des Raja Yoga eine Grundlage verschaffen, auf der sie sachgemässe Betrachtungen und kluge Meditationen anstellen und zu besserem Verständnis der betreffenden Wahrheiten gelangen können. Angesichts der schnellen Entwicklung der Menschenrasse und der bevorstehenden, raschen Entfaltung ihrer [1156] ätherischen Sehkraft wird viel gewonnen sein, wenn okkulte Schüler wenigstens einen theoretischen Begriff von dem haben, was sie in verhältnismässig naher Zukunft zu sehen bekommen werden.

Wie wir wissen, gibt es sieben Zentren, die aus Materie der ätherischen Unterebenen der physischen Ebene bestehen. Genau genommen sind es bekanntlich zehn, aber die drei niedrigsten gelten nicht als geeignete Werkzeuge zur Lenkung von egoischer Energie. Sie dienen zur Aufrechterhaltung der physischen Form und stehen in engem Zusammenhang mit:

a. den drei niederen Naturreichen,

b. den drei niederen Unterebenen der physischen Ebene,

c. dem dritten Sonnensystem, vom logoischen Standpunkt aus betrachtet.

Man muss folgendes bedenken: obwohl sich die drei Sonnensysteme (das vergangene, das gegenwärtige und das künftige) im menschlichen Bewusstsein in Zeit und Raum unterscheiden, so bilden sie vom Standpunkt des Logos aus genauer genommen nur eine höchste, mittlere und niedrigste, und alle drei zusammen nur eine einzige Ausdrucksform. Im esoterischen Sinn gilt also das vergangene als das dritte System, da es das niedrigste ist und mit dichter und negativer Materie zu tun hat. Daraus erhellt sich, dass das vergangene Sonnensystem infolgedessen eng mit dem dritten, tierischen Naturreich zusammenhängt, das der Mensch doch wohl überwunden haben sollte.

Die sieben Zentren, mit denen der Mensch zu tun hat, zerfallen in zwei Gruppen, nämlich in eine niedere Gruppe von vier Zentren, die mit den vier geringeren oder Attribut-Strahlen und demnach eng mit der Quaterne zusammenhängen, und in eine höhere Gruppe von drei Zentren, die den drei Aspektstrahlen als Übermittler dienen.

Diese Energiezentren übermitteln Energie aus zahlreichen und verschiedenartigen [1157] Quellen, die wir wie folgt kurz aufzählen wollen:

a. Von den sieben Strahlen, auf dem Weg über die sieben Unterstrahlen des betreffenden monadischen Strahls.

b. Von den drei Aspekten des planetarischen Logos, der sich in einem Grundplan manifestiert.

c. Von den sogenannten «siebenfältigen Absonderungen des logoischen Herzens», d.h. von der Sonne in ihrer siebenfältigen, wesentlichen Natur, die esoterisch im Hintergrund der äusseren Form der physischen Sonne sichtbar ist.

d. Von den sieben Rishis des Grossen Bären; diese Energie strömt über die Monade ein und wird nach unten weitergeleitet, wobei sie sich auf den höheren Stufen der Mentalebene mit sieben Energieströmen vermischt, die von den Plejaden herkommen und die physische Kraft darstellen, die durch den Sonnenengel zum Ausdruck kommt.

Alle diese verschiedenen Energieströme werden durch gewisse Gruppen oder Zentren hindurchgeleitet, und in dem Mass, in dem die Evolution fortschreitet, werden sie immer wirksamer und kommen immer freier zum Durchbruch. So weit der heutige Mensch dabei in Frage kommt, kommt alle diese Energie im physischen Körper zusammen und sucht ihn durch die sieben ätherischen Zentren zu durchkraften und sein Handeln zu bestimmen. Diese Zentren empfangen ihre Kraft aus drei Richtungen:

a. vom Himmlischen Menschen und damit von den sieben Rishis des Grossen Bären, durch Vermittlung der Monade;

b. von den Plejaden durch Vermittlung des Sonnenengels oder Egos;

c. von den Ebenen, d.h. den Raja-Devas einer Ebene; dabei handelt es sich um fohatische Energie, die von den Spirillae eines permanenten Atoms übermittelt wird.

Aus dieser Tatsache erklärt sich das stufenweise Wachstum und die Entwicklung eines Menschen. Anfänglich ist die Kraft der Ebenen-Substanz diejenige, die ihn lenkt und ihn dazu veranlasst, sich [1158] mit der gröberen Substanz zu identifizieren und sich als ein Mensch, ein Mitglied des vierten Naturreiches, zu betrachten und daher davon überzeugt zu sein, dass er das Nichtselbst ist. Späterhin, in dem Mass, in dem ihm Kraft vom Ego zuströmt, schreitet seine psychische Evolution fort (ich benutze hier das Wort «psychisch» in seinem höheren Sinn), und er beginnt sich als das Ego, den Denker, den Benutzer der Form zu betrachten. Am Ende reagiert er dann allmählich auf die Energie der Monade, und dann weiss er, dass er weder der Mensch noch der Engel, sondern eine göttliche Essenz oder Geist ist. Während der Manifestation zeigen sich diese drei Arten von Energie als Geist, Seele und Körper, und durch sie treffen sich die drei Aspekte der Gottheit im Menschen und schlummern im latenten Zustand in jedem Atom.

Die siebenfache Energie der Ebenen oder der Substanz erreicht ihren Höhepunkt, wenn die vier niederen Zentren in voller Tätigkeit sind. Die siebenfache Energie der Psyche, der Bewusstseins-Aspekt, kommt zum Ausdruck, sobald die drei höheren Zentren innerhalb der drei Welten im genauen Taktmasse vibrieren. Die siebenfältige Tätigkeit des Geistes macht sich bemerkbar, wenn erstens jedes dieser sieben Zentren nicht nur voll und ganz aktiv ist, sondern als ein «um sich selbst drehendes Rad» rotiert, und zweitens, wenn diese Zentren vierdimensional und nicht nur individuell lebendig, sondern auch mit dem siebenfältigen Kopfzentrum verbunden sind. Dann erscheint ein Mensch in seiner wahren Gestalt - ein Feuernetz mit flammenden Brennpunkten, die feurige Energie übertragen und in Umlauf setzen. Diese Zentren empfangen die Energie nicht nur durch den Kopfscheitel, oder genauer gesagt durch einen Punkt etwas oberhalb des Kopfscheitels, sondern senden sie durch das Kopfzentrum auch wieder hinaus; dabei weist die ausgehende eine andere, leuchtendere Färbung und eine höhere Schwingung auf, als die empfangene Energie. Der Ätherkörper wird von einem negativen Feueraspekt gebildet und ist Empfänger eines positiven Feuers. Durch ihre Vereinigung und ihren gemeinsamen Kreislauf verstärken sich die verschiedenen Arten von Feuer und erzeugen ganz deutliche Wirkungen in den Feuern des mikrokosmischen Systems.

Das Zentrum [1159] an der Basis der Wirbelsäule (das niedrigste, mit dem sich der Mensch bewusst abzugeben hat) ist deshalb von besonderem Interesse, weil es der Ausgangspunkt für drei lange Energieströme ist, die längs der Wirbelsäule auf und abwärtsfliessen. Dieser dreifache Kraftstrom hat höchst interessante Entsprechungen, die der intuitive Leser selbst ausarbeiten kann. Immerhin sind hier einige Andeutungen gestattet. In dieser Stromrinne von dreifacher Energie sind drei Punkte ganz besonders bemerkenswert, die ich (in allgemein verständlichen Worten) wie folgt bezeichnen möchte:

1. das untere Zentrum am niedrigsten Punkt des Rückgrates,

2. das Alta-Major-Zentrum an der Spitze des Rückgrates,

3. das höchste Kopfzentrum.

Darin lässt sich ein Miniaturbild der gesamten Evolution von Geist und Materie erkennen, denn

1. das niedrigste Zentrum entspricht der Persönlichkeit,

2. das mittlere Zentrum dem Ego oder dem Denker, und

3. das höchste Kopfzentrum der Monade.

In der Evolution der Feuer des Rückgrates finden wir eine Entsprechung zum Sutratma und seinen drei bemerkenswerten Punkten, nämlich dem monadisch-aurischen Ei als seinem Ausgangspunkt, dem egoisch-aurischen Ei als seinem mittleren Punkt, und dem Körper oder der groben Form als seinem niedrigsten Punkt.

Ein weiterer bemerkenswerter Hinweis liegt in der Tatsache, dass es zwischen diesen Rückgratszentren bestimmte (wenn ich so sagen darf) Lücken gibt, die im Lauf der Evolution durch energisches Einwirken der rasch zunehmenden Schwingung der Krafteinheit überbrückt werden müssen. Zwischen der dreifachen Energie der Wirbelsäule und dem Alta-Major-Zentrum liegt eine Kluft ähnlich der, die zwischen dem dreifachen niederen Menschen und dem egoischen Körper, oder zwischen der Mentaleinheit auf der vierten Unterebene der Mentalebene und dem Sonnenengel auf der dritten Unterebene überbrückt werden muss. Obwohl man uns sagt, dass die permanente atomare Triade in der kausalen [1160] Peripherie eingeschlossen ist, besteht dennoch vom Standpunkt des Bewusstseins aus etwas, was überbrückt werden muss. Ausserdem gibt es zwischen dem Alta-Major- und dem höchsten Kopfzentrum eine weitere Lücke - entsprechend derjenigen zwischen der Ebene des Egos und dem niedrigsten Punkt der Triade, dem permanenten Manasatom. Wenn der Mensch (während der Endstadien seiner Evolution in den drei Welten) die Antahkarana errichtet hat, ist auch diese Lücke überbrückt, und die Monade und das Ego sind eng verbunden. Sobald der Mensch in seinem Mentalkörper polarisiert ist, beginnt er mit dem Bau der Antahkarana-Brücke. Sobald das Zentrum zwischen den Schulterblättern, das an früherer Stelle dieser Abhandlung als das manasische Zentrum bezeichnet wurde, kräftig vibriert, kann das Alta-Major-Zentrum auf dem Weg über das Kehlzentrum mit dem Kopfzentrum verbunden werden.

Wenn der Mensch dieses Stadium erreicht, ist er ein Schöpfer in mentaler Materie von ganz anderem Kaliber, als der unbewusst wirkende Durchschnittsmensch. Er betätigt sich in konstruktiver Weise im Einklang mit dem Plan, und dabei schenkt der göttliche Manasaputra seine Aufmerksamkeit nicht länger irgendwelchen Machtgelüsten in den drei Welten, sondern wendet sie der Geistigen Triade zu; er wiederholt auf diese Weise auf einer höheren Spiralwindung die Tätigkeit, die er vordem als Mensch ausgeübt hatte. Das wird dann möglich, wenn das Wachstum des eben erwähnten Dreiecks (die Vereinigung des Zentrums an der Basis der Wirbelsäule, des Alta-Major- und des Kehlzentrums im Kopfzentrum) gleichzeitig mit dem einer anderen Dreiheit erfolgt, nämlich dem Sonnengeflecht (plexus solaris), dem Herzen und dem dritten Auge, wobei die darin zusammenfliessende Energie in ähnlicher Weise im gleichen Kopfzentrum vereint wird. Das dritte Auge ist ein vom Menschen errichtetes Energiezentrum, das als solches dem von der Monade errichteten Kausalkörper entspricht. Das Alta-Major-Zentrum wird in ähnlicher Weise durch wieder andere Kraftströme erbaut und bildet ein interessantes Gegenstück zu der dreifachen Form, die vom Ego in den drei Welten erbaut wird.

Wenn diese Doppelfunktion eine bestimmte Evolutionshöhe erreicht hat, wird als Folge dieser beiden Ströme von dreifacher [1161] Energie eine weitere Dreiheit im Kopf aktiv. Dieses Dreieck übermittelt feurige Energie, die das Kopfzentrum auf dem Weg über die Zirbeldrüse, den Hirnanhang (Hypophyse) und das Alta-Major-Zentrum erreicht. In diesen drei Dreiecken ergeben sich also neun Energieströme, die im höchsten Kopflotos zusammenfliessen. Die Entsprechung zu bestimmten makrokosmischen Kräften wird dem aufmerksamen Leser hierbei nicht entgehen.

Wir haben gesehen, wie die enge Verbindung zwischen den verschiedenen Zentren und die sich aus dieser Verbindung ergebenden Wirkungen mit der Zeit ein synthetisches Kreislaufsystem erzeugen, in welchem die egoische Energie zusammen mit der des niederen Menschen zirkulieren kann, wobei die niedere Energie der egoischen Kraft gewissermassen als Ausdrucksmittel dient. Im makrokosmischen Sinn lässt sich nur wenig sagen, was dem Menschen in seinem gegenwärtigen Evolutionsstadium verständlich wäre. Einige kurze Angaben erscheinen immerhin angezeigt; wenn man sie durchdenkt und miteinander in Beziehung bringt, dürften sie einige Aufschlüsse über die planetarische Evolution und die Beziehung der planetarischen Logoi zum Sonnenlogos bringen.

Ein Sonnenlogos benutzt als seine Energiezentren die planetarischen Grundpläne, von denen jeder eine besondere Art von Energie verkörpert und demnach im Gleichtakt mit dem logoischen Sonnenengel vibriert, der im menschlichen Sonnenengel ein schwaches Abbild findet. Ähnlich wie der menschliche Sonnenengel eine Einheit ist, die durch drei Blätterringe zur Manifestation kommt, lässt sich bei seinem kosmischen Gegenstück die noch bemerkenswertere Feststellung machen, dass diese grosse kosmische Entität auf der kosmischen Mentalebene als eine dreifache Flamme zum Ausdruck kommt und durch sieben Blätterringe ihren Einfluss ausübt; und von diesen sieben Blätterringen geht dann die Energie aus, die durch einen Grundplan pulsiert. All das verbirgt sich im Mysterium des EINEN, ÜBER DEN SICH NICHTS SAGEN LÄSST; für Menschen ist dieses Geheimnis unlösbar über diese Wahrheit ist sich selbst der höchste Dhyan Chohan unseres Sonnensystems nicht ganz klar.

Die Energiezentren [1162] des Sonnenlogos haben die Form von ungeheuren Lotosblumen [*C24] oder Rädern, in deren Zentren jenes zentrale kosmische Leben verborgen liegt, das wir einen planetarischen Logos nennen. Er ist der Treffpunkt von zwei Arten von Kraft; eine davon ist geistig oder logoisch, und sie strömt ihm (über den logoischen Lotos auf kosmischen Mentalstufen) von den sieben Rishis des grossen Bären von deren eigener Ebene aus zu; die andere ist buddhische Kraft, die Ihm über die sieben Schwestern oder die Plejaden von einer Konstellation übermittelt wird, die in einigen Büchern der Drache genannt wird, woher die Bezeichnung «Drache der Weisheit» herrührt.

Dazu kommt eine dritte, nämlich manasische Energie, die also auch in diesen Zentren entdeckt werden kann. Sie erreicht die logoischen Zentren über den Stern Sirius und wird von jener Konstellation aus übermittelt, die (wie ich bereits andeutete) heute [1163] noch ungenannt bleiben muss. Diese drei grossen Energieströme bilden die Gesamtmanifestation eines logoischen Zentrums. Ein solches Zentrum nennen wir einen planetarischen Grundplan. Innerhalb des planetarischen Grundplanes kommen diese Energieströme hauptsächlich in folgender Weise zur Auswirkung:

a. Geistige Energie ...........................drei höhere Ebenen .................die Monaden.

b. Buddhische Kraft..........................vierte Ebene...............................die Sonnenengel.

c. Manasische Kraft ..........................zwei niedere Ebenen................die vier Naturreiche.

Physische Energie, das Überbleibsel eines früheren Sonnensystems, kommt in der dichten physischen Form und in dem Material zum Ausdruck, das während des involutionären Zyklus mit Energie belebt wird. Man betrachtet sie nicht als ein Prinzip, sondern vielmehr als die Grundlage von Maya oder Illusion.

Die einzelnen planetarischen Grundpläne sind sich nicht alle gleich, sondern unterscheiden sich in bezug auf:

a. Art von Energie,

b. Evolutionsstufe,

c. Stellung im Rahmen des Gesamtplanes,

d. karmische Gelegenheit,

e. Schwingungsfrequenz.

Der Hauptunterschied ergibt sich aus der schon oft erwähnten Tatsache, dass drei von ihnen die drei höheren ätherischen Energiezentren, und vier die niederen Zentren des Logos bilden.

Saturn ist in diesem Zusammenhang für uns deshalb bemerkenswert, weil seine Stellung im logoischen Körper derjenigen ähnelt, die das Kehlzentrum im Mikrokosmos einnimmt. Gegen Ende der Manifestation werden drei Zentren in gleicher Weise zur Gleichschaltung kommen, wie das Zentrum an der Basis der Wirbelsäule, das Kehl und das Alta-Major-Zentrum. Hierzu ist zu bemerken, dass es drei planetarische Grundpläne gibt, die eine analoge [1164] Stellung einnehmen, wie die Zirbeldrüse, der Hirnanhang und das Alta-Major-Zentrum; aber es sind nicht die Grundpläne, die wir als Zentren bezeichnen oder von denen wir wissen, dass sie von planetarischen Logoi bewohnt werden. Dabei handelt es sich vielmehr um Planetoiden und einen besonderen Grundplan, der nicht mehr tätig ist und sich im Ruhezustand befindet. Dieser letztgenannte Grundplan entspricht im logoischen Körper dem atrophierten, dritten Auge im vierten Naturreich. Wenn der Mensch einmal das ätherische Sehvermögen entwickelt und damit seinen Gesichtskreis erweitert hat, wird er dieser Tatsachen gewahr werden, denn er wird sehen können. Viele planetarischen Grundpläne, die nur in ätherischer Materie bestehen. werden seinem erstaunten Blick enthüllt werden, und er wird feststellen, dass es (ebenso, wie im mikrokosmischen Körper) sieben (oder zehn) hauptsächliche Zentren, aber ausserdem auch noch zahlreiche andere Zentren gibt, die zur Energieversorgung verschiedener Organe dienen. So gibt es auch im makrokosmischen Körper Myriaden von Energie-Brennpunkten oder -Quellen, die eine bestimmte Stellung und Funktion haben und deren Wirkungen sich bemerkbar machen. Da sie keinen dichten physischen Globus haben, bilden diese Zentren das, was man gelegentlich als die «innere Runde» bezeichnet hat; sie übermitteln ihre Kraft durch jene grösseren Zentren, die okkulten Büchern zufolge mit der inneren Runde zusammenhängen.

Jeder dieser planetarischen Grundpläne lässt sich als ein Lotos mit sieben Hauptblättern erkennen, von denen jede Kette ein Blatt bildet, aber der Lotos hat auch Nebenblätter von sekundärer Färbung, die sich nach dem Wesen und Karma der betreffenden Entität richtet. Bei Aufzählung dieser solaren Lotosblumen geraten okkulte Schüler leicht auf Irrwege. Es trifft beispielsweise zu, dass der planetarische Grundplan, der dem mikrokosmischen Zentrum an der Basis der Wirbelsäule entspricht, ein vierfältiger Lotos ist und demnach vier Blätter hat. Ausser diesen vier auffälligen Blättern von besonderer Färbung gibt es aber auch noch drei von sekundärer, und neun von tertiärer Farbtönung. (Mit Intuition begabte Leser können aus dieser Andeutung den Namen des Planeten und das Wesen seiner Evolution erraten).

Jede [1165] dieser solaren Lotosblumen (oder planetarischen Grundpläne) entfaltet sich in die drei grossen Betätigungsstadien, in denen jeweils eine der drei Energiearten vorherrscht. Mit fortschreitender Entfaltung erhöht sich die Schwingungstätigkeit, und die Erscheinung der Manifestationstätigkeit ändert sich.

a. Die Bewegung des Lotos oder Rades besteht auf lange Zeit hinaus lediglich in einer langsamen Umdrehung.

b. Während einer noch ausgedehnteren Periode dreht sich später jedes Blatt innerhalb des grösseren Ganzen, und zwar in einem Winkel, der von dem der Gesamtumdrehung verschieden ist.

c. Schliesslich werden beide Aktivitäten durch das Erscheinen einer Energieform verstärkt, die vom Zentrum ausgeht und so mächtig pulsiert, dass sie Energieströme erzeugt, die zwischen Zentrum und Peripherie hin- und herzufliessen scheinen.

d. Wenn diese drei im Einklang wirken, ergibt sich daraus ein im höchsten Grad wunderschönes Bild, dem das Auge nicht folgen, das menschliches Denken nicht fassen und die Feder nicht mit Worten beschreiben kann. In diesem Stadium kommen sowohl im Makrokosmos wie im Mikrokosmos die verschiedenen Stufen der Gleichschaltung zum Ausdruck, denn man darf nie vergessen, dass alles Manifestierte eine Sphäre bildet und dass Gleichschaltung in Wirklichkeit nichts anderes ist als eine ungestörte Verbindung zwischen dem Herzen und der Peripherie der Sphäre, oder mit anderen Worten, zwischen der äussersten Einflussgrenze und dem Zentrum des dynamischen Willens.

Innerhalb eines jeden planetarischen Grundplanes befinden sich sieben Ketten, welche die sieben planetarischen Zentren sind, und innerhalb der Kette gibt es dann wieder die sieben Globen, welche die Zentren der Kette bilden. Okkulte Schüler täten aber gut daran, die Globen solange nicht im Sinn von Zentren zu studieren, bis sie sich eingehendere Kenntnisse über das Mysterium der physischen Substanz erworben haben, denn sonst geraten sie auf Irrwege. Je weiter man die Entsprechung nach unten hin weiterzuführen sucht, je leichter kann man sich irren. Die Entsprechung ist in der Qualität und im ausgedrückten Prinzip, aber nicht in der Form zu suchen.