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3. Die Sonnenengel, die Agnishvattas - Teil 1

Die Fussnoten des Buches sind als Pdf integriert. Klicken Sie auf die Nummern, z.B.  (*C19] usw.

Einleitende Bemerkungen.

Hiermit beginnen wir unsere Betrachtung der Agnishvattas oder Feuerdevas der Mentalebene und begeben uns auf das erstaunlichste Gebiet im Rahmen unserer planetarischen Evolution. Es ist ein Gebiet, das für [680] den Menschen deshalb von höchst okkulter Bedeutung ist, weil diese solaren Engel [*C19] seine eigene, wesentliche Natur betreffen, und weil sie auch die schöpferische Kraft sind, mit der er wirkt und arbeitet. Für alle praktischen Zwecke und zur Erläuterung der geistigen Evolution des Menschen ist daher gerade dieser Teil unserer Abhandlung höchst lehrreich und wichtig und verdient eingehendste Beachtung. Der Mensch ist von jeher stark an sich selbst interessiert, und um sich gebührend entwickeln zu können, muss er zunächst einmal die Gesetze seines eigenen Wesens und die Konstitution seiner eigenen «Ausdrucksweise» wissenschaftlich begreifen. Er muss sich ausserdem einigermassen über das wechselseitige Verhältnis der drei Feuer klar werden, damit er selber eines kommenden Tages «aufflammen» kann.

Die Frage dieser Feuer-Dhyanis und ihre Beziehung zum Menschen ist ein tiefes Geheimnis, und das ganze Thema ist von so vielerlei Legenden umwoben, dass manche okkulte Schüler leicht den Mut verlieren und kaum noch zu hoffen wagen, jemals die erwünschte und notwendige Gedankenklarheit zu erringen. Noch wird es nicht gänzlich möglich sein, die das zentrale Mysterium umhüllenden Wolken zu zerstreuen, aber durch tabellarische Aufstellung und Synthese, und durch behutsame Erweiterung der bereits mitgeteilten Einzelheiten ist es vielleicht möglich, die gedankliche Verwirrung weiser Schüler einigermassen zu verringern.

In der Geheimlehre erscheinen zwei Feststellungen, die der oberflächliche Leser häufig übersieht, die aber viel Aufschluss bieten, [681] wenn man sie gebührend durchdenkt. Wir wollen beide wie folgt zitieren:

1. Zwei einander verbindende Prinzipien sind vonnöten. Dazu bedarf es eines lebendigen geistigen Feuers des mittleren Prinzips von der fünften und dritten Stufe des Pleroma. Dieses Feuer befindet sich im Besitz der Dreiecke.

2. Diese Wesen sind Nirvanis aus einem früheren Mahamanvantara.

Wir haben uns im Vorhergehenden ein wenig mit den Devas mit evolutionärer Tendenz befasst, die man ungefähr unter der Bezeichnung lunare Pitris [*C20] zusammenfassen könnte. Sie werden in vier Gruppen eingeteilt und befassen sich mit dem Aufbau des physischen Doppelkörpers, des Astral- und des niederen Mentalkörpers des Menschen; diese Hüllen werden durch ihre Kraft auf dem Weg über die permanenten Atome mit Energie versorgt. Für die Zwecke der subjektiven Natur des Menschen kommen aber nur drei ihrer Gruppen - die ätherische, astrale und niedere mentale - in Betracht. Die Aufgabe der Agnishvattas (der eigenbewussten Prinzipien, die den egoischen Körper auf den höheren Mentalstufen erbauen) besteht darin, die drei höheren Prinzipien - Atma, Buddhi, Manas - mit den drei niederen zu vereinigen und somit wahrlich zum Mittelprinzip im Menschen zu werden. Sie selbst haben ihren Ursprung im logoischen Mittelprinzip [*C21]. So vervollständigt sich die esoterische Sieben. Der physische Körper in seiner dichteren Manifestation wird bekanntlich im esoterischen Sinn nicht als ein Prinzip anerkannt.

Die Devas der niederen Mentalstufen wirken im Zusammenhang mit dem Menschen durch dessen sogenannte «Mentale Einheit» (den Träger seines konkreten Denkens). Sie lassen sich im grossen Ganzen [682] in vier Gruppen einteilen und bilden die erste tatsächliche Verdichtung des dreifachen niederen Körpers des Menschen; sie bilden einen Teil seines lunaren Körpers. Sie stehen in direkter Verbindung mit den höchsten geistigen Essenzen und sind die niedrigste Manifestation der Kraft, die von der kosmischen Mentalebene ausgeht; sie finden in den mentalen Einheiten ihr Bindeglied mit der menschlichen Hierarchie. Sie sind die gasförmigen Devas des logoisch-physischen Körpers. Wir wollen in diesem Augenblick nicht näher auf sie eingehen, denn wir wollen uns zunächst einmal durch eine genaue Betrachtung des fünften Prinzips grössere Klarheit über gewisse Punkte verschaffen, um dann im weiteren Verlauf die Tätigkeit dieser Devas in Verbindung mit dem Menschen eingehender zu behandeln. Im Augenblick würden weitere Einzelheiten nur zur Verwirrung beitragen.

Wir wollen uns ganz klar darüber werden, was wir eigentlich vorhaben. Wir befassen uns mit:

1. jenem fünften Bewusstseinszustand, den man die Mentalebene nennt;

2. der Substanz dieser Ebene, in ihrem Doppelaspekt: Rupa und Arupa [*C22];

3. den diese Materie beseelenden Lebewesen, besonders in ihrer Beziehung zum Menschen;

4. den Egos oder eigenbewussten Einheiten, die den mittleren Punkt in der Manifestation bilden;

5. dem Aufbau des Kausalkörpers, der Entfaltung des egoischen Lotos und der Formierung von sogenannten egoischen Gruppen;

6. der Individualität von Wesenheiten, die wir wie folgt benennen:

a. Agnishvattas,

b. Manasa-Devas,

c. Feuer-Dhyanis,

d. solare Engel oder solare Pitris,

e. die Asuras

und die in okkulten Büchern ausserdem noch unter vielen anderen Namen erscheinen.

Okkulte [683] Schüler sind in ihrem Denken ziemlich verwirrt in bezug auf den Unterschied zwischen den Agnishvattas, die im Menschen zur Inkarnation kamen, und denjenigen, die lediglich für die Einpflanzung des manasischen oder mentalen Funkens im Tiermenschen verantwortlich waren. Damit eröffnet sich für uns der gesamte Fragenkomplex der Individualisierung, und der Inkarnation gewisser geistiger Wesen, die man - wenn sie körperliche Form annehmen - als Avatare, Buddhas der Aktivität oder direkte Manifestationen des Logos bezeichnet. Das ganze Geheimnis verbirgt sich in dem Verhältnis der individuellen Monaden, welche die verschiedenen Zentren im Körper eines planetarischen Logos bilden, zu der eigenbewussten Identität dieses planetarischen Logos selbst. Dabei muss man die Tatsache im Sinn behalten, dass die Mentalebene der erste Aspekt des dichten physischen Körpers des planetarischen Logos ist, während die buddhische eine kosmisch-ätherische Ebene darstellt, und zwar diejenige, auf der sich die ätherischen Zentren eines Himmlischen Menschen befinden.

Von der buddhischen Ebene (im planetarischen oder solaren Sinn) geht die Lebenskraft und der Impuls aus, der den dichten physischen Träger zu zweckbewusster und zusammenhängender Betätigung anspornt; daher wird auf der Mentalebene dieser Impuls zuerst empfunden und der Kontakt zwischen beiden hergestellt. Darin liegt ein Wink, der sich als zweckdienlich herausstellen sollte, wenn man darüber nachdenkt. Der okkulte Schüler sollte sich auf diese Weise über Stellung und Zweck der Mentalebene und deren Beziehung zum planetarischen und zu einem solaren Logos klar werden. Je mehr er das Wesen seines eigenen Ätherkörpers erforscht, um so mehr muss er dieses Wissen auf höhere Ebenen ausdehnen und dabei versuchen, die Zusammensetzung der grösseren Sphäre zu begreifen, innerhalb der er nur einen Bestandteil bildet. In dem Mass, in dem er das Wesen seiner eigenen Zentren und deren Einwirkung auf seinen eigenen dichten physischen Körper verstehen lernt, wird er auch zu vollerem Verständnis der entsprechenden Wirkung im Körper des Logos gelangen.

Gerade auf der Mentalebene (die den dritten und den fünften Zustand des Pleroma innerhalb der drei Welten widerspiegelt) macht sich die volle Kraft des ätherischen Lebensstromes fühlbar. [684] Wie bedeutsam das ist, lässt sich aus der Tatsache erahnen, dass der ätherische Körper des Menschen Prana aufnimmt und direkt an den physischen Körper weiterleitet, und dass die Vitalität der physischen Hülle in der Hauptsache von der Verfassung und Funktionsweise des Herzens abhängt. Das Herz führt die Lebenskraft durch den Blutkreislauf den Myriaden von Zellen zu, welche die dichte physische Hülle ausmachen; etwas Entsprechendes ist aus der Tatsache ersichtlich, dass diese Feuerdevas «das Herz im Körper des Dhyan-Chohan» [*C23] sind, denn ihre Energie kommt von der geistigen Sonne, in gleicher Weise wie die Energie der pranischen Devas des Ätherkörper von der physischen Sonne herkommt. Diese Energie der Agnishvattas manifestiert sich auf der Mentalebene, der gasförmigen Unterebene der kosmisch-physischen Ebene; genauso manifestiert sich die Energie der ätherischen Zentren auf der vierten ätherischen Unterebene zuerst und mit besonderer Wirkungskraft in der gasförmigen Materie des physischen Körpers. Das ist der Grund, warum die Söhne der Weisheit, die das buddhische Prinzip, die Lebenskraft oder den Liebesaspekt verkörpern, nichtsdestoweniger auf der fünften Ebene als eigenbewusste Prinzipien bekannt sind; Buddhi benutzt Manas als seinen Träger, und okkulte Schriftsteller bezeichnen es daher oft mit dem Namen dieses Trägers. Das Ego, die eigenbewusste Entität, ist seinem wahren Wesen nach Liebe-Weisheit, manifestiert sich aber hauptsächlich als intelligentes Bewusstsein.

Die nachstehende Feststellung sollte sorgfältig durchdacht werden. Sie bezieht sich auf Kama-Manas und auf die Vorbedingungen, die eine Individualisierung herbeiführen, also die nach vollem Selbstausdruck suchenden Monaden zu eigenbewusstem Dasein erwecken. Sie lautet folgendermassen:

Erst wenn das Herzzentrum eines Himmlischen Menschen (jedes in seinem Zyklus und jeweils in zyklisch verschiedener Weise) Lebenskraft aufzuweisen beginnt und eine bestimmte Schwingungsfähigkeit erreicht, wird die Individualisierung der Monaden gesetzmässig möglich.

Ebenso muss erst der dreifache dichte physische Körper eines planetarischen Logos (wie er in Gestalt der mentalen, astralen und dichten physischen Ebene in unseren drei Welten zum Ausdruck kommt) eine entsprechende Schwingung erreicht und die zyklische Entwicklung früherer Mahamanvantaras wiederholt haben, ehe [685] jener Schwingungskontakt möglich wird, der die egoischen Gruppen auf der Mentalebene zum Vorschein bringt. Er bewirkt eine Manifestation der Herzensregungen des Himmlischen Menschen und bringt auf diese Weise jene Monaden, welche die verschiedenen Zentren bilden und vom Leben des Herzens mit Energie versorgt werden, ins objektive Dasein. Der alte Kommentar sagt:

«Wenn das Herz des Körpers von geistiger Energie erregt wird, wenn sein siebenfältiger Inhalt unter dem geistigen Impuls erschauert, dann verbreiten sich zirkulierend die Strömungen, und göttliche Manifestation wird zur Wirklichkeit; der göttliche Mensch kommt zur Inkarnation.»

Auf der physischen Ebene lässt sich etwas Analoges beobachten, wenn zwischen dem dritten und vierten Monat der vorgeburtlichen Periode das Herz des Kindes vom Leben durchschauert wird und damit sein Dasein als Einzelmensch möglich macht.

Diese Lebensschwingung geht von der Seele der Mutter aus (die dem Pleroma oder der Allseele entspricht), und sie fällt zeitlich zusammen mit dem Erwachen der dritten Spirillae im permanenten physischen Atom des Kindes. Gleichwie in jeder Planetenrunde die vorhergehenden Stadien schnell noch einmal durchgemacht werden, und so, wie in der Vorgeburtsperiode der Fötus im Lauf seiner Entstehung die Entwicklungsgeschichte der vorhergehenden Naturreiche wiederholt, genauso lässt sich auch im Sonnensystem ein ähnlicher Vorgang beobachten. Wenn eine bestimmte Entwicklungsstufe erreicht ist und die niederen drei Ebenen sich im Zustand der Schwingung oder Durchkraftung befinden, dann ergibt sich die Möglichkeit zu kosmischer Inkarnation; das «Herz» erwacht im okkulten Sinn, und der «Gottessohn», der Ausdruck des Wünschens und der Liebe des Logos, wird geboren [*C24,25]. Die kosmische Inkarnation gewisser erhabener Wesen ist vollendet, und eines der Anzeichen dafür ist das Erscheinen der egoischen Gruppen auf der Mentalebene, und die daraus [686] folgende Individualisierung.

Methode und Zeitpunkt mögen je nach dem Wesen des betreffenden planetarischen Logos verschieden sein, aber in allen Fällen muss das «Herz des Körpers» den Pulsschlag des erwachenden Lebens verspüren, ehe die niedere Natur darauf reagiert. Die lunaren Pitris müssen erst ihr Werk in unserem Grundplan und System verrichten, ehe die vor Erwartung bebenden Sonnenengel die (durch ihr Bemühen vorbereiteten) Körper in Besitz nehmen und sie zu eigenbewusstem Leben und getrenntem Dasein anspornen können. So müssen also die vier grossen Grundpläne im Sonnensystem, die Träger für vier planetarische Logoi (welche die logoische Quaterne ausmachen), erst einmal einen gewissen Grad von Schwingungsfähigkeit und Bewusstsein erreichen, ehe ein ähnlicher Vorgang im Sonnensystem zu voller Entfaltung kommt und die niederen vier und die höheren drei Grundpläne zur Synthese gelangen Das logoische Herz pocht, und alle Grundpläne reagieren bereits darauf, da sich in ihnen allen schon drei Spirillae in Schwingung befinden, aber der Sohn Gottes ist noch nicht vollends und im kosmischen Sinn eigenbewusst. In dem Mass, in dem der Widerhall wächst, erwachen die Zentren. Ein logoisches Zentrum reagiert bereits voll auf das Pochen des Herzens, und das ist der Venusplan, der seine letzte Runde durchmacht.

Wenn der okkulte Schüler unser Sonnensystem etwas von den ihm vorhergegangenen abzutrennen sucht und vielleicht das Pralaya zum Schluss des jetzigen Mahamanvantara als etwas Endgültiges und als die Vollendung aller Dinge betrachtet, dann irrt er sich. Im vergangenen System erreichte die kosmisch-physische Ebene eine gewisse Schwingungsfähigkeit, und die Devas der inneren Feueröfen entwickelten sich bis zu einem (verhältnismässig) hohen Grad, so dass damals die «Feuer der Materie» aufflammten. Bestimmte Wesen (die von H. P. B. erwähnten Nirvanis [*C26] erreichten in jenem früheren System Eigenbewusstsein. Wie sich erwarten lässt, zeichnen sie sich durch aktive Intelligenz aus, die sie während eines früheren Mahamanvantaras aufgrund materieller Evolution errangen [687] und entfalteten. Sie sind die Manasa-Devas, die dhyan-chohanischen Kräfte, die in ihrer Gesamtheit die Träger des göttlichen Denkens und die Summe von Ahhi ausmachen. Im jetzigen Sonnensystem kommt die Schwingung der kosmischen Astralebene allmählich zur Vorherrschaft, und durch diese Schwingung, die uns über den vierten kosmischen Äther (wo sich, wie bereits erwähnt, die ätherischen Zentren der planetarischen Logoi befinden) und unsere systemische Astralebene erreicht, eröffnen sich gewisse Möglichkeiten. Die «Söhne des Wünschens», ob logoisch oder menschlich, können bestimmte Lehren lernen, bestimmte Erfahrungen durchmachen und zu ihrer bereits früher erworbenen Intelligenz die Eigenschaft der Liebe-Weisheit hinzufügen.

Unser Sonnenlogos und die Himmlischen Menschen sind auf der kosmischen Astralebene polarisiert, und die Wirkung ihrer durch das systemische «Herz» fliessenden Lebensenergie zeigt sich in dem Betätigungsdrang der Astralebene und in der Rolle, die Sexualität und Leidenschaft in der Entwicklung des Menschen spielen. Am Ende des jetzigen Mahamanvantaras werden Nirvanis zur Manifestation im kommenden, dritten System reif sein, die ihrem innersten Wesen nach «werktätige, intelligente Liebe» darstellen werden; sie werden aber warten müssen, bis die fünf niederen Ebenen des neuen Systems eine Schwingungshöhe entwickelt haben, die ihren Eintritt gestattet, so, wie die Nirvanis im jetzigen System zu warten hatten, bis die drei niederen Ebenen eine hinreichende Empfänglichkeit für höhere Schwingungen aufwiesen. Wir sprechen hier vom Standpunkt der Himmlischen Menschen aus. Im Erdenplan geschah etwas Entsprechendes beim Eintreffen der Egos in der dritten Runde, in der dritten Stammrasse und in der dritten Kette. Individualisierung, wie wir sie verstehen, war erst dann möglich, als der «dritte Zustand des Pleroma» erreicht war, sei es im universellen Sinn in bezug auf einen Himmlischen Menschen oder auch relativ in bezug auf eine menschliche Einheit.

Wenn wir das gleiche Thema von unten nach oben betrachten, ist es das Tier im dritten Naturreich, welches zur Individualisierung gelangt. Von oben nach unten gesehen, ist es das fünfte, geistige Naturreich, welches das dritte beseelt und dadurch das vierte, oder das eigenbewusste menschliche Naturreich [688] hervorbringt. Diese Zahlen verdienen Beachtung, denn in ihnen verbirgt sich das Geheimnis; und wenn auch die wahre okkulte Bedeutung erst bei der dritten Haupteinweihung enthüllt und erst bei der fünften vollends verständlich wird, so dürften sie immerhin einiges Licht auf einen schwierigen Punkt werfen. In gleicher Weise wird im nächsten Sonnensystem eine Individualisierung (sofern sich ein so unzulänglicher Begriff auf ein Bewusstseinsstadium anwenden lässt, das selbst einem Eingeweihten dritten Grades unbegreiflich bleibt) erst dann möglich werden, wenn der zweite bzw. sechste Zustand des Pleroma erreicht ist. Dann wird Bewusstsein auf der monadischen Ebene aufflammen, denn sie wird die Ebene der Individualisierung sein. Alle unterhalb dieser hohen Stufe gelegenen Bewusstseinsstadien werden dann ebensowenig für den Logos bedeuten, wie das heute mit dem Bewusstsein der drei Welten für ihn der Fall ist. Gleichwie der physische Körper des Menschen kein Prinzip darstellt, so gelten auch zurzeit alle unterhalb des vierten kosmischen Äthers gelegenen Ebenen für den Logos nicht als Prinzip.

Unsere gegenwärtigen Sonnenengel oder Feuerdevas werden dann eine den heutigen lunaren Pitris entsprechende Stellung einnehmen, denn alle werden zwar einen Teil des göttlichen Bewusstseins bilden, aber dennoch im esoterischen Sinn als «unterhalb der Schwelle» des Bewusstseins gelten. Der Mensch muss die Deva-Substanzen, aus denen seine niederen Hüllen bestehen, zu beherrschen, zu lenken und zu benutzen lernen; dieses Ziel bedingt die Entfaltung vollen Eigenbewusstseins, das mit Hilfe der Sonnenengel erreicht wird, die den egoischen Körper erbauen und mit Lebenskraft versehen; sie sind diejenigen, mit deren Hilfe Eigenbewusstsein zur Tatsache wird. Im nächsten Sonnensystem werden auch sie nicht länger die Art von Bewusstsein verkörpern, die der Mensch sich zum Ziel steckt; letzterer wird zu noch grösseren Erkenntnissen emporsteigen und sie dadurch möglich machen, dass er wiederum im okkulten Sinn «seinen Fuss daraufsetzt». Im heutigen Sonnensystem muss er dadurch emporsteigen, dass er seinen Fuss auf die Schlange der Materie setzt. Er erhebt sich durch Beherrschung der Materie und wird dabei selbst zu einer Schlange der Weisheit. Im nächsten Sonnensystem wird er vermittels der «Schlange der Weisheit» emporsteigen und durch Beherrschung und Kontrolle der Agnishvattas ein Ziel erreichen, von dem sich heute [689] selbst das erleuchtete Denken des höchsten Dhyan-Chohan noch keine Vorstellung machen kann.

a. Das fünfte Prinzip.

Die Sonnenengel sind die Pitris, die Erbauer des egoischen Körpers und die Urheber der Individualisierung oder des klar erkannten Bewusstseins, die Agnishvattas, die grossen Devas des Denkvermögens.

Wir haben dieses ungeheure und doch praktische Thema mit gewissen allgemeinen und umfassenden Feststellungen eingeleitet, in der Absicht und in dem Bestreben, das jetzige Sonnensystem in seinem grundlegenden Manas-Aspekt mit der Vergangenheit und der Zukunft zu verbinden.

Der Abschnitt, den wir jetzt in Angriff nehmen, betrifft die Entwicklung der göttlichen Manasaputras, wobei wir sie als ein geschlossenes Ganzes ansehen, welches das Göttliche Denken in sich enthält, und betrifft die individuelle Monade, die als Bestandteil des Körpers dieser Dhyani Buddhas auf ihre Lebenskraft reagiert.

a. Kosmisch betrachtet. Ein okkulter Ausspruch ist hier am Platz. Er enthält den Schlüssel zum Mysterium der fünffältigen Dhyanis:

"Die höheren Drei in zyklischem Einklang suchten zu erkennen und erkannt zu werden. Die niederen Drei (denn die achte Sphäre zählen wir hier nicht mit) erkannten nicht und sahen auch nicht; sie hörten nur und tasteten. Die vierte hatte keine Stätte. Die Fünfte (die auch die vierte ist) bildete auf dem mittleren Punkt ein kosmisches TAU, das sich auf der kosmischen Siebenten widerspiegelte."

H. P. B. stellt fest [*C27,28], dass die individualisierte Monade mehr geistiges Bewusstsein besitzt als die Monade selbst auf ihrer eigenen, zweiten Ebene. Dabei ist zu bedenken, dass die planetarischen Logoi sich nur in unserem System in physischer Inkarnation befinden, da ihre Individualisierungskörper auf der kosmischen Mentalebene liegen; deshalb ist es ihnen unmöglich, sich während der Manifestation vollen Ausdruck zu verschaffen. Im Vergleich [690] dazu kann jedoch der Mensch während der Manifestation zu verhältnismässig vollem Ausdruck seiner selbst gelangen, sobald er das «Bewusstsein der hohen Stätten» erreicht. Es muss deshalb schon gleich zu Beginn unserer Untersuchung dieses fünften Prinzips darauf hingewiesen werden, dass die göttlichen Manasaputras auf ihrer eigenen Ebene als in physischer Inkarnation befindlich zu betrachten sind, während das gleiche Niveau für den Menschen einen geistigen Aspekt bedeutet [*C29].

Die menschliche Individualisierung, oder das Auftreten eigenbewusster Einheiten auf der Mentalebene, vollzieht sich im Rahmen einer umfassenderen Entwicklung, denn sie erfolgt in dem gleichen Zeitpunkt, in dem sich der Planetarische Logos einen physischen Körper aneignet, der aus Materie unserer drei niederen Ebenen besteht. In dem Mass, in dem die ätherischen Zentren der Manasaputras auf der vierten kosmisch-ätherischen Ebene zum Leben erwachen, verursachen sie eine stärkere Aktivität auf der systemischen Mentalebene, der kosmisch-gasförmigen Unterebene; und das Bewusstsein des Himmlischen Menschen und seine Lebensenergie beginnen sich fühlbar zu machen. Gleichzeitig strömt dem Gesetz zufolge Denkkraft oder Manas-Energie von der fünften kosmischen, d.h. der kosmischen Mentalebene ein. Wenn diese doppelte Energie mit der dem dichten physischen Körper des Logos innewohnenden Qualität in Berührung tritt, dann erzeugt sie auf dieser (kosmisch-physischen) Ebene etwas, was den (höheren kosmischen) Zentren entspricht; und dann treten die egoischen Gruppen in Erscheinung. Sie enthalten die latente Kraft zur Verschmelzung der drei Arten von Elektrizität und sind selbst elektrische Phänomene. Sie setzen sich aus den Atomen oder Lebensformen zusammen, die der vierten

                                       1.

                                       2.

                                       3.

                                       4.

Naturreich  ---------------------------------  Prinzip.

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                                       6.

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Schöpferischen [691] Hierarchie, der Gemeinschaft aller rein menschlichen Monaden, angehören. In ähnlicher Weise belebt diese, vom Himmlischen Menschen bewusst in Besitz genommene, dreifache Kraft die Deva-Substanz, und damit tritt der dichte physische Körper des planetarischen Logos objektiv in Erscheinung. Das ist der Grund für die Behauptung, dass Devas nur in den drei Welten anzutreffen sind. In ähnlichem Sinn wird gesagt, dass auch die Menschheit nur in den drei Welten zu finden ist; nichtsdestoweniger existieren die menschlichen Monaden (in sieben Kategorien) auf der Ebene des Geistes - die ja die Ebene der Zweiheit ist -, und dort befinden sich auch die Devamonaden.

Man muss sich stets darüber klar bleiben, dass sich diese okkulten Dinge auf zweierlei Art beschreiben lassen:

a. im Sinn der drei Welten oder vom Standpunkt des dichten physischen Körpers des Logos;

b. im Sinn von Kraft oder Energie, d.h. vom Standpunkt des logoischen Prana- oder Vitalitätskörpers, der sich aus den vier kosmischen Äthern zusammensetzt.

Was wir unter dem fünften Prinzip verstehen, ist lediglich jene auf der Kausalebene zum Ausdruck kommende Kraft oder Energie, die vom logoischen Kausalkörper ausgeht und unsere Kausalebene auf dem Weg über das erreicht, was beim Logos unserer sogenannten «Mentaleinheit» entspricht. (Diese Entsprechungen setzen ein Vorstellungsvermögen voraus, das von einem heutigen Eingeweihten bei weitem noch nicht erreicht ist). In der fünften Runde dürfte Jüngern die innere Bedeutung etwas klarer werden. In dem Mass, in dem der logoische Wille sich allmählich in Wünschen umwandelt und damit die physische Inkarnation hervorbringt, strömt eine ungeheure Menge von Lebenskraft von der fünften kosmischen Ebene herunter, bis sie unsere fünfte Ebene, die Mentalebene, erreicht. Diese Kraft ist - im zyklisch richtigen Augenblick - die Ursache dafür, dass in Raum und Zeit und innerhalb der drei Welten, d.h. in seinem physischen Körper, gewisse Ereignisse möglich werden. Das erste dieser Ereignisse besteht darin, dass der Logos von diesem dichten physischen Körper Besitz nimmt, und dass die physische Sonne und die physischen Planeten plötzlich zur [692] Manifestation gelangen. Obwohl das eine für unsere Begriffe ungeheure Zeitspanne in Anspruch nimmt, bedeutet sie für den Logos nur die kurze Vorgeburtsperiode, die alle Körper durchmachen. Ein zweites bedeutsames Ereignis besteht darin, dass die verschiedenen Prajapatis [*C30] oder Himmlischen Menschen - wiederum zu verschiedenen Zeitpunkten und je nach ihrer Evolutionsstufe - ihre physischen Körper in Besitz nehmen. Zuerst tun das die Drei und später die Sieben. Die Bedeutung dieses Unterschiedes kann dem okkulten Schüler einigermassen klarwerden, wenn er den Inkarnationsvorgang des Egos durchdenkt.

Womit haben wir es also eigentlich zu tun? Zuerst einmal mit einem Impuls oder dem Willen zum Dasein, der von der Mentalebene ausgeht; dann folgt Wünschen, das auf der Astralebene entspringt und auf der dichten physischen eine Manifestation hervorruft.

Diesen Gedanken muss man auf die drei Logoi oder logoischen Aspekte ausdehnen, um den Schlüssel zum Mysterium der neun Sephiroth, der dreifachen Trimurti, zu finden.

Noch ein weiteres Ereignis erscheint erwähnenswert, nämlich die noch spätere Periode in Zeit und Raum, wenn die individuellen Monaden ihre Manifestationskörper annehmen.

Das Einströmen dieser Kraft oder Energie, die vom fünften logoischen Prinzip ausgeht, hat zweierlei Wirkungen:

die Aneignung seines dichten physischen Körpers von seiten des siebenfältigen Logos,

das Erscheinen der Kausalkörper der menschlichen Monaden auf der fünften systemischen Ebene,

oder aber:

für das grössere Leben bedeutet es Inkarnation,

für die geringeren Leben Individualisierung.

Darüber sollte man eingehend nachdenken.

Es sollte [693] demnach allen Denkern einleuchten, warum dieses fünfte Prinzip den dritten Aspekt zu eigenbewusster Aktivität anreizte.

b. Hylozoistisch betrachtet [*C31]. Im Verfolg unserer Betrachtung des fünften logoischen Prinzips wollen wir dieses jetzt vom hylozoistischen Gesichtspunkt aus untersuchen. Wie wir gesehen haben, kann man dieses Prinzip als die Kraft, Energie oder Qualität ansehen, die von der logoischen Mentaleinheit auf der kosmischen Mentalebene ausgeht; sie erzeugt notwendigerweise eine bestimmte Wirkung auf der fünften systemischen Ebene sowie auf der fünften, d.h. der gasförmigen Unterebene der physischen Ebene. Ehe wir uns eingehender mit den Agnishvattas befassen, verdienen drei bemerkenswerte Punkte Erwähnung.

Erstens ist zu bedenken, dass alle Ebenen unseres Systems (wenn man sie als Deva-Substanz betrachtet) die Spirillae im physischen permanenten Atom des Sonnenlogos bilden. Das wurde bereits erwähnt, verdient aber erneute Betonung an dieser Stelle. Alles Bewusstsein, alles Gedächtnis, alle Befähigung wird in den permanenten Atomen aufgespeichert, und wir haben es also hier mit diesem Bewusstsein zu tun; dabei ist immerhin zu bedenken, dass das logoische Bewusstsein (soweit auch selbst dieses von der letzten Wirklichkeit entfernt sein möge) auf den atomischen Unterebenen seinen Brennpunkt hat. Dieses permanente Atom des Sonnensystems, das im gleichen Verhältnis zum physischen Körper des Logos steht, wie das menschliche permanente Atom zu dem des Menschen, ist ein Kraftempfänger, d.h. es ist empfänglich für Kräfte, die von einer ausserhalb des Systems befindlichen Quelle herkommen. Wie illusorisch sowohl die menschliche als auch die logoische Manifestation ist, lässt sich am Verhältnis der permanenten Atome zu der übrigen Struktur ermessen. Abgesehen vom permanenten [694] Atom existiert der physische Körper des Menschen überhaupt nicht.

Formen und Naturreiche unterscheiden sich auch je nach der Art der sie durchfliessenden Kraft. Im Tierreich reagiert das, was dem permanenten Atom entspricht, auf involutionäre Kraft, die von einer bestimmten Gruppe ausgeht. Das menschliche permanente Atom dagegen ist für Kraft empfänglich, die von einer auf dem evolutionären Kreisbogen befindlichen Gruppe sowie von dem Strahl eines bestimmten planetarischen Logos ausgeht, in dessen Körper die betreffende menschliche Monade ihren Platz findet.

Zweitens ist zu beachten und aus oben Gesagtem klar ersichtlich, dass es sich in der jetzigen Periode des Einströmens und der Entwicklung von Manas darum handelt, die fünfte logoische Spirillae zu voller Lebenskraft und Betätigung zu erwecken; die Belebung zeigt sich in der intensiven Betätigung auf der Mentalebene sowie in der dreifachen Art der elektrischen Phänomene, die sich dort beobachten lassen.

a. Die atomare Unterebene                         permanente Mentalatome               Positiv

b. Die vierte Unterebene                              Mentaleinheiten                                 Negativ

c. Die egoischen Gruppen                            Kausalkörper                                      Gleichgewicht oder neutral.

Im Lauf der Evolution kommt das mehr und mehr zum Ausdruck. Wir haben es hier mit dem Substanzaspekt zu tun und untersuchen Energie in ihren verschiedenen Manifestationsarten. Die Reaktion der Deva-Substanz auf die auf die Mentalebene einströmende Kraft bringt in bezug auf den Logos oder die Siebenheit eine dreifache Wirkung hervor:

1. Sie erzeugt eine erheblich gesteigerte Vitalität in den logoischen Zentren im vierten kosmischen Äther, und zwar infolge einer Reflexwirkung, die sich sowohl oberhalb als auch unterhalb der Ebene ihrer Wirksamkeit fühlbar macht.

2. Sie spornt die höchstentwickelten Typen des dritten Naturreiches zu grösseren Leistungen an, was eine doppelte Wirkung hervorbringt, indem [695] einerseits das vierte Naturreich auf der physischen Ebene in Erscheinung tritt, und andererseits die Triaden in den auf der Mentalebene befindlichen Kausalkörpern ein Abbild finden.

3. Wie früher erwähnt, ist die dichte kosmisch-physische Region mit den ätherischen Körpern des solaren und des planetarischen Logos verbunden und gleichgeschaltet. Deshalb bilden die niederen drei mit den höheren vier Ebenen eine synthetische Einheit, und die Devas eines früheren Mahamanvantaras oder Sonnenzyklus werden mit denen zusammengebracht, die einer neueren Ordnung angehören und auf für sie geeignete Verhältnisse gewartet hatten. Damit ist die physische Inkarnation des Logos zur vollendeten Tatsache geworden. Da die niederen drei Naturreiche sich gegenüber der höheren Kraft negativ verhalten, bringt die gegenseitige Anziehung und Beeinflussung dieser beiden Pole das vierte, menschliche Naturreich ins Dasein. Die drei Feuer des Denkens, des Geistes und der Materie werden zusammengebracht, und volles Eigenbewusstsein beginnt, sich wirksam zu betätigen.

Schliesslich sollte der okkulte Schüler in diesem Zusammenhang sehr sorgfältig die Bedeutung der Zahlen drei, vier und fünf in bezug auf die Evolution des Bewusstseins erforschen. Bislang hat man Numerologie hauptsächlich und mit Recht vom Standpunkt der Substanz aus, aber weniger im Sinn bewusster Energie studiert. Die Triade z.B. wird von unseren Schülern gewöhnlich als das aus dem manasischen, buddhischen und atmischen permanenten Atom zusammengesetzte Dreieck angesehen; der Würfel bedeutet den niederen, materiellen Menschen, und der fünfzackige Stern wird häufig in sehr materieller Weise ausgelegt. All diese Gesichtspunkt sind notwendig und müssen beobachtet werden, ehe es zu einer Untersuchung des subjektiven Aspekts kommen kann; sie betonen aber mehr das Materielle als das Subjektive, und letzteres muss im psychologischen Sinn erforscht werden. Im jetzigen Sonnensystem sind obige Zahlen von grösster Bedeutung in bezug auf die [696] Evolution des Bewusstseins. Im vergangenen System hielten die Zahlen Sechs und Sieben das Geheimnis in sich verborgen. Im kommenden System wird das auf die Zahlen Zwei und Eins zutreffen. Das bezieht sich nur auf die psychologische Entwicklung. Um das an einem Beispiel zu erläutern: Der fünfzackige Stern auf der Mentalebene bedeutet (unter anderem) die Evolution des fünften Prinzips vermittels der fünf Sinne innerhalb der drei Welten (die ihrerseits in fünf Unterabteilungen zerlegt werden können), die Erreichung von Eigenbewusstsein und die Entwicklung der fünften Spirillae.

Wenn bei der Einweihung auf der buddhischen Ebene diese Zahl aufleuchtet, so bekundet sie damit volle Entwicklung des fünften Prinzips oder der fünften Qualität, die Vollendung des Zyklus, den das Ego auf den fünf Strahlen durchmacht, die dem Mahachohan unterstehen, ferner die innere Verarbeitung von allem, was man auf diesen Strahlen lernen soll, und schliesslich die Erlangung nicht nur des vollen Eigenbewusstseins, sondern auch des Bewusstseins der Gruppe, welchem der betreffende Mensch angehört. Das setzt voraus, dass fünf von den egoischen Lotosblättern voll entfaltet sind und nur vier übrigbleiben, die sich vor der letzten Einweihung öffnen müssen.

Bei den auf der Mentalebene stattfindenden Einweihungen leuchtet der fünfzackige Stern über dem Haupt des Eingeweihten auf. Dabei handelt es sich um die ersten drei Einweihungen, die im Kausalträger durchgemacht werden. Man hat behauptet, dass die ersten beiden Einweihungen auf der Astralebene stattfinden; das ist richtig, hat aber zu einem Missverständnis Anlass gegeben. Tatsache ist, dass sie sich in ganz besonderer Weise im astralen, physischen und niederen Mentalkörper fühlbar machen und die Kontrolle über diese Körper gewährleisten. Da sich ihre Wirkung hauptsächlich in diesen Trägern bemerkbar macht, mag der Eingeweihte das leicht so auslegen, als hätten sie auf der betreffenden Ebene stattgefunden, denn ihre belebende Wirkung wird hauptsächlich im Astralkörper empfunden. Immerhin darf man nicht vergessen, dass die Haupteinweihungen im Kausalkörper oder aber - ausserhalb desselben - auf der buddhischen Ebene durchgemacht werden. Bei den letzten beiden Einweihungen, die den Menschen von den drei Welten frei machen und ihn dazu befähigen, sich im logoischen Vitalitätskörper zu betätigen und welche diesen Träger beseelende Kraft zu handhaben, [697] wird der Eingeweihte zum fünfzackigen Stern, der auf ihn niedersteigt, sich mit ihm verschmilzt und ihn mitten in seinem Zentrum erscheinen lässt. Dieses Niedersteigen wird vom Initiator durch Anlegung des Stabes seiner Macht bewirkt; dadurch kommt der betreffende Mensch mit jenem Zentrum im Körper des planetarischen Logos in Berührung, dessen Teil er ist. Das vollzieht sich bewusst. Die beiden Einweihungen, die man als die sechste und siebente bezeichnet, finden auf der atmischen Ebene statt; dabei leuchtet der fünfzackige Stern «aus sich selbst heraus» und wird dadurch zum siebenzackigen Stern; er steigt auf den Menschen herab, und dieser tritt dann in die Flamme ein.

Einweihungen und Zahlengeheimnisse haben in erster Linie mit Bewusstsein zu tun; sie beziehen sich im Grunde nicht so sehr auf die «Fähigkeit, sich auf einer Ebene zu betätigen», und auch nicht auf die Energie der Materie, wie man das aus so vielen okkulten Büchern entnehmen könnte. Sie haben mit dem subjektiven Leben zu tun, mit dem Leben als Teil des Bewusstseins und der Selbst-Gewahrwerdung eines planetarischen Logos oder Strahlenregenten, aber nicht mit dem Leben in der Materie, wie wir es verstehen. Ein Himmlischer Mensch betätigt sich in seinem Prana-Träger, und nur dort können wir in diesem System sein Bewusstsein entdecken; er wirkt bewusst durch Seine Zentren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein Stadium in der Evolution des Bewusstseins gibt, in dem die drei, die vier und die fünf sich in vollendeter Weise verschmelzen und aufeinander abstimmen. Missverständnisse in diesem Zusammenhang beruhen auf zwei Ursachen, die von der Entwicklungsstufe des okkulten Schülers abhängen. Je nach der Stufe unseres eigenen, inneren Bewusstseins deuten und verfärben wir die uns gemachten Mitteilungen. H. P. B. deutet darauf [*C32] bei ihrer Besprechung der Prinzipien hin; ausserdem unterscheidet sich die Auslegung dieser Zahlen je nach dem angewandten Schlüssel. Der Eintritt ins fünfte, geistige Naturreich erfolgt, sobald es den Einheiten des vierten Naturreiches gelungen ist, die fünfte Spirillae in allen Atomen des dreifältigen [698] niederen Menschen zu beleben, wenn sie drei von den egoischen Lotosblättern entfaltet und mit der Entfaltung des vierten und fünften begonnen haben, und wenn sie sich der pranischen Kraft des Himmlischen Menschen bewusst werden.

c. Die solaren Engel und das Fünfte Prinzip. Wir können uns nun den Entitäten zuwenden, die mit diesem fünften Prinzip zu tun haben, und ihre Wirkung auf die Evolution des Bewusstseins untersuchen.

Soweit der Mensch dabei in Frage kommt, bewirken diese Sonnenengel, die Agnishvattas, die Einswerdung der geistigen Triade, des göttlichen Selbstes, mit der Quaterne, dem niederen Selbst. Soweit der (solare oder planetarische) Logos davon betroffen wird, schaffen sie die Vorbedingungen, unter denen die ätherische und die dichte physische Region zu einer Einheit werden.

Sie stellen eine ganz besondere Art von elektrischer Kraft dar; ihre Aufgabe ist es, zu vereinigen und zu verschmelzen; sie sind in erster Linie die «Umwandlungsfeuer» des Systems und die Mittler, die das Leben Gottes durch ihre Flammenkörper hindurchgehen lassen, wenn es vom Höheren auf das Niedere hinabfliesst, und ebenso, wenn es vom Niederen wieder zum Höheren emporsteigt. In ihren höchsten Gruppen stehen sie mit jenem Teil des logoischen Kopfzentrums in Verbindung, der dem Herzen entspricht, und da liegt der Schlüssel zum Geheimnis von Kama-Manas. Die Kama-Engel erhalten ihre Lebenskraft vom «Herz»-Zentrum, und die Manas-Engel vom logoischen Kopfzentrum auf dem Weg über den Punkt dieses Kopfzentrums, der mit dem Herzen verbunden ist. Diese beiden vorherrschenden Gruppen sind die Gesamtsumme von Kama-Manas in all seinen Manifestationen. Die Sonnenengel bestehen aus drei Gruppen, die alle mit dem Aspekt des Eigenbewusstseins zu tun haben, die alle drei mit der fünften Spirillae des logoischen permanenten Atoms verbunden sind und von ihr mit Energie versehen werden, und die alle drei als Einheit fungieren.

Eine dieser Gruppen, die höchste, steht mit dem Kopfzentrum des (solaren oder planetarischen) Logos in Verbindung. Sie befasst sich mit den permanenten Manas-Atomen und verkörpert den Willen zum Dasein in dichter physischer Inkarnation. Ihre Macht macht sich auf der atomaren und auf der zweiten Unterebene fühlbar; sie ist [699] die Substanz und das Leben dieser Ebenen. Eine weitere Gruppe steht in besonderem Zusammenhang mit den Kausalkörpern aller Egos und ist im jetzigen Sonnensystem von ganz wesentlicher Bedeutung. Sie kommt vom Herzzentrum und bringt dessen Kraft zum Ausdruck. Die dritte Gruppe, die dem Kehlzentrum entspricht, bringt ihre Macht auf der vierten Unterebene durch die Mentaleinheiten zum Ausdruck. Sie ist die Gesamtsumme der Fähigkeit des Egos, im streng okkulten Sinn zu sehen, zu hören und zu sprechen (oder den Laut anzustimmen).

Denjenigen, welche die Fähigkeit haben, zu sehen, lässt sich an dieser Stelle ein Wink geben. Drei Konstellationen stehen mit dem fünften logoischen Prinzip und dessen dreifacher Manifestation im Zusammenhang: Sirius, zwei der Plejaden, und eine kleine Konstellation, deren Name vom okkulten Schüler auf intuitivem Wege selbst gefunden werden muss. Diese drei bestimmen den Vorgang, wenn der Logos von seinem dichten Körper Besitz ergreift. Als das letzte Pralaya beendet und der ätherische Körper koordiniert worden war, bildete sich dem Gesetz entsprechend ein Dreieck am Firmament, welches einen Kraftzustrom ermöglichte, der auf der fünften systemischen Ebene eine Schwingung erzeugte. Dieses Dreieck besteht noch immer und ist die Ursache für den stetigen Zustrom von Manaskraft;

es steht mit den Spirillae in der logoischen Mentaleinheit in Verbindung, und solange sein Wille zum Dasein anhält, wird die Energie auch weiterhin durchfliessen. In der fünften Runde wird sie sich am stärksten bemerkbar machen.

Bei Betrachtung der Entitäten [*C33], die dem Menschen das Manasprinzip verliehen, dürfen wir nicht vergessen, dass es sich dabei um Wesen handelt, die in vergangenen Manvantaras ihr Ziel erreichten, und die - in der jetzigen Runde - auf den gegebenen Augenblick warten mussten, bevor sie wieder in die Evolution eintreten und ihr [700] Werk fortsetzen konnten. Ein Parallelfall lässt sich am Eintritt der von der Mondkette herstammenden Egos - zu Zeiten von Atlantis - beobachten. Die Parallele stimmt allerdings nicht genau, weil auf dem Mond ein eigenartiger Zustand vorherrschte und weil ein besonderer karmischer Zweck sie damals alle zum Eintritt veranlasste.

In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass das fünfte Manasprinzip im Monde eine normale Inkubationsperiode durchmachte, und dass der Instinkt sich allmählich entwickelte, bis er unmerklich in das ähnlich geartete Manas überging. In dieser Runde machte eine besondere Situation eine ausserplanetarische Stimulierung notwendig, und diese besondere Gruppe von Pitris bewirkte den Übergang des Niederen in das Höhere mit Hilfe einer Energie, die von einem ausserhalb des Systems gelegenen Zentrum über den Primärstrahl der Erde auf diese hinunterströmte.

Die mittleren drei Runden sind, ebenso, wie die mittleren Ebenen und Prinzipien, von grösster Wichtigkeit für die Evolution der eigenbewussten Einheiten in diesem System; und dieses Streben der drei, der vier und der fünf nach Vollendung bezeichnet sowohl für den planetarischen Logos als auch für den Menschen den Zyklus der Reife. Die früheren Zyklen bedeuten das Heranwachsen zur Reife, und die späteren das Einsammeln der Früchte früherer Erfahrung. Die drei Hallen lassen sich ebenfalls in diesem Sinn erklären, wobei die mittlere Periode der Halle der Belehrung entspricht.

Diese Manasadevas sind auf allen Planeten tätig anzutreffen, und zwar jeweils in den erwähnten drei Gruppen, wenn sich auch die von ihnen angewandten Methoden je nach der Evolutionsstufe des betreffenden Planeten und dem Karma seines planetarischen Herrn unterscheiden. Die Art ihrer Betätigung auf Erden ist in der Geheimlehre beschrieben, und sie ist für die Menschen unserer Zeit von höchster Bedeutung [*C34]. Die drei Gruppen verdienen sorgfältige Beachtung hinsichtlich ihrer okkulten Betätigung, auf die folgende Bezeichnungen hindeuten:

a. diejenigen, welche die Inkarnation ablehnten;

b. diejenigen, welche den Manas-Funken einpflanzten;

c. diejenigen, welche Körper annahmen und den Typ formten.

Die zweite, mittlere [701] Gruppe lässt sich in zwei untergeordnete Gruppen einteilen:

a. diejenigen, welche den Manasfunken einpflanzen,

b. diejenigen, welche die latente Flamme in den besten Typen des Tiermenschen anfachen und nähren,

was im ganzen wiederum fünf ausmacht. Diese Mitteilungen hat man bislang wörtlich hingenommen, ohne sich dabei viel um ihre wahre Bedeutung zu kümmern. Viel wäre gewonnen, wenn der okkulte Schüler diese Fragen im Sinn von Energie und magnetischer Wechselwirkung untersuchte. Diejenigen, die es ablehnten, sich zu inkarnieren oder die bereitgestellten Formen mit ihrer Lebensenergie zu erfüllen, gehorchten nur dem Gesetz, und ihre Weigerung, in diesen Formen Inkarnation zu suchen, beruhte auf magnetischer Abstossung. Sie konnten einfach die bereitstehenden Formen nicht mit Energie erfüllen, weil es sich dabei um den Widerstand des im okkulten Sinn Gleichen handelte. Das geringere Leben war dem grösseren gegenüber nicht negativ. In den Fällen, in denen der Funke eingepflanzt wurde, war der negative Aspekt der positiven Kraft gegenüber empfänglich, und so konnte das Werk fortschreiten. In jedem Fall handelt es sich um Deva-Substanz einer bestimmten Polarität, die von anders polarisierter Energie aktiviert wird, um - durch ihre wechselseitige Einwirkung aufeinander - ein Gleichgewicht der Kräfte zu erzielen und eine Dritte Art von elektrischen Phänomenen hervorzubringen.

Die Frage des Eintreffens der Herren der Flamme werden wir später unter der Überschrift «Individualisierung» besprechen. An dieser Stelle befassen wir uns mit diesen chohanischen Kräften lediglich im systemischen und kosmischen Sinn. Diese solaren Entitäten, befreite, intelligente Wesenheiten, waren im Pralaya von zweitrangiger Beschaffenheit, als die Zeit ihres Wiedererscheinens in der Manifestation gekommen war. Als das WORT ertönte, das in der Triade den Wunsch nach Ausdruck ihrer selbst erweckte, und als der Laut der niederen Manifestation sich damit verschmolzen und gen Himmel erhoben hatte (wie die okkulten Bücher es ausdrücken), da löste das einen Widerhall bei gewissen verbündeten [702] Konstellationen aus; dadurch wurde eine Energie freigesetzt, die ins Sonnensystem einströmte und jene Sonnenengel mit sich führte, die «im Herzen Gottes ruhten, bis ihre Stunde gekommen war». Ihr Erscheinen auf der Mentalebene führte zur Einswerdung von Geist und Materie, und aus dieser Vereinigung wurde eine eigenbewusste Identität, das Ego, geboren. Auf kosmischem Niveau kommt es zu einem analogen Vorgang bei solch gewaltigen Identitäten wie z.B. einem Sonnenlogos und den sieben Vertretern seines Lebens.

Gleichwie die nach Inkarnation strebende Energie eines menschlichen Wesens von der Ebene intensiven Zweckbewusstseins, der Mentalebene, herabfliesst und dabei auf der gasförmigen fünften Unterebene in den physischen Träger eintritt, so findet auch im logoischen Körper eine ziemlich analoge Stimulierung statt. Etwas ganz Ähnliches lässt sich beobachten, wenn diese Energie das Leben der Einzelzelle im menschlichen Körper dazu stimuliert, dass sie die Zelle zu verhältnismässig verständiger Mitarbeit am Gruppenwerk veranlasst und sie zur Übernahme ihrer Rolle im Gruppenkörper befähigt. So ist es auch bei den menschlichen Monaden den Zellen im logoischen Körper. Wenn die Wissenschaft erst einmal diese Tatsache anerkennt (was sich wohl kaum sehr bald ereignen dürfte), dann wird sie ihre Aufmerksamkeit den flüchtiger Essenzen des Körpers zuwenden, und zwar besonders dem Herzzentrum und seinem Verhältnis zu diesen gasförmigen Elementen. Dann wird sich herausstellen, dass das Herz nicht nur der Motor ist der die Lebensflüssigkeiten in Umlauf bringt, sondern dass es auch eine bestimmte Art von intelligenter Essenz erzeugt, die den positiven Faktor im Leben der Zelle ausmacht.

Daraus kann man sich einigermassen ein Bild von dem mikrokosmischen Vorgang machen, denn die Individualisierung der Einheiten ist die Folge eines makrokosmischen Ereignisses, das sich im Mikrokosmos auswirkt.

Schliesslich sollte noch ein weiterer Punkt an dieser Stelle betont werden. Ihrer okkulten Bedeutung nach sind die fünf Kumaras, die fünf dem Denken entsprungenen Söhne Brahmas, die Verkörperer dieser Manaskraft auf unserem Planeten; sie sind jedoch nur ein [703] Spiegelbild (innerhalb der Hierarchie unseres Planeten) der Funktion jener fünf Kumaras oder Rishis, die als Regenten der fünf Strahlen durch die vier geringeren und den zur Synthese verbindenden Planeten zur Manifestation kommen.

Diese fünf Kumaras sind die Vermittler dieser Kraft, und einer von ihnen, der Herr des Planeten Venus, verkörpert in sich die Funktion der fünften Hierarchie. Daraus erklärt sich die Venus-Aktivität zur Zeit der Individualisierung in der jetzigen Runde. In der nächsten Runde wird diese fünfte Hierarchie unseren Erdenplan zu diesem Zweck benutzen, und dann werden wir sehen, wie Manas in der menschlichen Familie zu voller Reife und Wirksamkeit gelangen wird. Diese fünfte Hierarchie von Agnishvattas verkörpert in ihren zahlreichen Rangstufen das «Ich-Prinzip»; sie sind die Erzeuger des Eigenbewusstseins und die Erbauer des egoischen Körpers, durch den der Mensch seiner selbst gewahr wird. In Zeit und Raum und auf der Mentalebene sind sie der Mensch selbst in seiner wesentlichsten Essenz; sie machen es ihm möglich, seinen eigenen Ursachenkörper (Kausalkörper) zu erbauen, seinen eigenen egoischen Lotos zu entfalten, sich allmählich von den Einschränkungen der von ihm erbauten Form freizumachen und sich damit - zur gegebenen Zeit - auf eine andere Art von Energie, nämlich Buddhi, einzuschalten. Mit anderen Worten: Ihr Werk macht es dem Menschen möglich, auch ausserhalb des Manasträgers Bewusstsein zu erlangen, denn Manas ist ja bloss die Form, durch die sich ein höheres Prinzip zu erkennen gibt. Das Leben Gottes gerät zyklisch unter den Einfluss der verschiedenen Hierarchien oder Kräfte, welche diesem Leben vorübergehend einen Träger erbauen, es durch ihre Substanz hindurchleiten, ihm dadurch eine bestimmte Qualität oder Farbtönung verleihen und seine Schwingungsfähigkeit so lange erhöhen, bis es am Ende von hierarchischer Beschränkung freigemacht wird. Dann kehrt dieses göttliche Leben zu seiner ewigen Quelle zurück, mit dem Gewinn an Erfahrungen und dem Energiezuwachs, der das Ergebnis der durchgemachten Wandlungen ist.

Wir sollten uns immer wieder daran erinnern, dass die Strahlen den positiven Aspekt in der Manifestation darstellen, und dass sie durch ihren Abstieg in negative Materie, d.h. in Deva- oder [704] hierarchische Substanz, bestimmte Anzeichen ihrer Wirksamkeit hervorrufen. Die Hierarchien bilden den Strahlen gegenüber den negativen Aspekt und sind für Strahlenimpulse empfänglich. In sich weist jedoch jeder Strahl und jede Hierarchie in diesem System wiederum eine zweifache Kraft auf. Die Söhne Gottes sind doppelgeschlechtig. Auch die Deva-Substanz ist doppelseitig, denn die evolutionären Devas sind die positive Energie z.B. des Atoms, der Zelle oder untermenschlichen Form, während die Elektronen oder geringeren Lebewesen innerhalb der Form negativ sind.

Das Mysterium der Manasaputras verbirgt sich in dieser Tatsache und in der Funktion der fünften Hierarchie, und es ist nicht möglich, mehr davon zu enthüllen. Das Geheimnis des sechsten, des Buddhi- oder Christusprinzips, das auf diese Gottessöhne Bezug hat, und das Geheimnis der fünften Hierarchie, des Trägers oder Empfängers von Buddhi, darf ausserhalb der Kreise von Eingeweihten nicht erwähnt werden. Es enthält die Möglichkeit zu egoischer Entfaltung und dient zur Geheimhaltung des Karmas der Himmlischen Menschen, der fünf Kumaras.

Das fünfte Manasprinzip verkörpert sich in den fünf Kumaras, und wenn der okkulte Schüler die Bedeutung der ersten fünf Blätter durchdenkt, die sich im egoischen Lotos entfalten, dann könnte er vielleicht den Saum dieses Mysteriums berühren. Der fünfte Strahl, der des fünften Kumara, reagiert stark auf die Energie, die durch die fünfte Hierarchie strömt. Wie der okkulte Schüler weiss, nimmt der Herr des fünften Strahls die fünfte Stelle im Rahmen der Siebenzahl ein, aber bei der Einteilung in fünf Klassen steht Er am dritten oder mittleren Platz.

1. Der kosmische Herr des Willens oder der Macht.

2. Der kosmische Herr der Liebe-Weisheit.

3. Der kosmische Herr der Aktiven Intelligenz                        1.

4. Der kosmische Herr der Harmonie                                       2.

5. Der kosmische Herr des Konkreten Wissens                       3.

6. Der kosmische Herr des Abstrakten Idealismus                  4.

7. Der kosmische Herr der Zeremoniellen Magie                     5.

Darüber sollte [705] man tief nachdenken, und ebenso darüber, dass er als Kraftübermittler innerhalb der dritten, der Mondkette, eine enge Verbindung mit dem dritten Naturreich, dem Tierreich, und mit der dritten Runde hat. Ein Symbol, das in den uralten Aufzeichnungen anstelle seines Namens oder einer anderweitigen Beschreibung zu finden ist, besteht aus einem umgekehrten fünfzackigen Stern, in dessen Mitte ein leuchtendes Dreieck erscheint. Dieses Symbol enthält also im ganzen acht Punkte und beschreibt damit jenen merkwürdigen Bewusstseinszustand, in welchem das Denkvermögen nur zur Erdrosselung des Wirklichen dient. Hierin verbirgt sich das Geheimnis des planetarischen Avitchi [*C35], ebenso, wie der dritte Hauptgrundplan gewissermassen als das Avitchi des Systems bezeichnet werden könnte, und wie der Mond eine Zeitlang eine ähnliche Stellung in bezug auf unseren Grundplan einnahm. Das ist im Sinn von Bewusstsein, aber nicht als Ortsbestimmung auszulegen.

Wenn der Mittelpunkt der fünften Runde erreicht ist, werden bestimmte Ereignisse stattfinden.

Die fünfte Hierarchie wird in der Mitte der fünften Runde zum Höhepunkt ihrer Macht gelangen. Das wird vor dem Tag des (Jüngsten) Gerichts geschehen und mit einem ungeheuren Kampf verbunden sein, denn das Denken des Manasträgers (in dem diese Hierarchie sich verkörpert) wird sich der Überführung des inneren Lebens (des Buddhiprinzips) widersetzen. Es wird also im weltweiten Mass und bei Millionen von Menschen zu ein und derselben Zeit eine Wiederholung des gleichen Kampfes stattfinden, in den der Einzelmensch verwickelt ist, wenn er über das Denkprinzip hinauszuwachsen und das Leben des Geistes zu führen sucht. Das wird das endgültige Armageddon, das planetarische Kurukshetra, sein, und darauf folgt dann der Tag des Gerichtes, an dem die Manas-Söhne ausgestossen und die Schlangen der Weisheit zur Herrschaft gelangen werden. Das bedeutet nichts anderes, als dass diejenigen, in denen das Manasprinzip übermächtig oder unterentwickelt ist, als Versager gelten werden und auf eine für sie passendere Entwicklungsperiode zu warten haben; dagegen wird es [706] denen, die ein Buddhi-Leben führen und in denen sich dieses Prinzip immer stärker entwickelt - wie geistige Menschen, Aspiranten, Jünger verschiedener Grade, Eingeweihte und Adepten -, erlaubt sein, ihren natürlichen Evolutionsweg in unserem Grundplan weiterzuverfolgen.